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Italien ist Europas grösstes Sorgenkind

Mitten in der Schuldenkrise demontiert Silvio Berlusconi seinen Wirtschaftsminister Giulio Tremonti. Die Märkte sind besorgt. Und der Ruf nach Neuwahlen wird lauter.

Die Weggefährten haben sich nichts mehr zu sagen. Premier Berlusconi (l.) und Wirtschaftsminister Tremonti.
Die Weggefährten haben sich nichts mehr zu sagen. Premier Berlusconi (l.) und Wirtschaftsminister Tremonti.
Keystone

Wenn die Lage nicht so ernst wäre, dann könnte man von einem Spiel reden – von einem Prestigeduell zwischen zwei Herren mit starken Egos, die sich beide auch viel einbilden auf ihre List: Silvio Berlusconi, Italiens Ministerpräsident, und Giulio Tremonti, der Superwirtschaftsminister. Heute Mittwoch wird Berlusconi im Parlament erwartet. Er will dort sein langes Schweigen brechen. Er will endlich über die wirtschaftliche Schieflage und die tiefe Staatsschuldenkrise reden, die Italien dem wachsenden Druck der Märkte aussetzen, die Zinsen auf italienische Staatsanleihen in die Höhe treiben – und das Land an den Rand der Hilfsbedürftigkeit drängen. «Jetzt kümmere ich mich drum», soll er den Seinen gesagt haben.

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