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«Ich überschütte dich mit Gold – sage niemandem etwas»

Im Sex-Skandal um Silvio Berlusconi veröffentlichte die Mailänder Staatsanwaltschaft Abhörprotokolle von «Rubys» Handy, die den Ministerpräsidenten schwer belasten. Die Berlusconi-Regierung wackelt.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft verdächtigt den italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi, mit einer «erheblichen Zahl» junger Prostituierter verkehrt zu haben, darunter auch die damals 17-jährige Karima el-Mahroug, die unter dem Spitznamen «Ruby» bekannt geworden ist. Es gebe «zahlreiche Beweise» gegen Berlusconi, schreiben die Ermittler in einem Brief an die Abgeordnetenkammer in Rom. In ihrem Schreiben bittet die Staatsanwaltschaft das Parlament, die Durchsuchung des Büros eines Vertrauten von Berlusconi zu genehmigen. Dieser Vertraute steht im Verdacht, Frauen im Namen des Ministerpräsidenten bezahlt zu haben.

Das Schreiben der Staatsanwaltschaft enthält sehr brisantes Material, wie italienische Medien berichten. Auf Grund von abgehörten Telefongesprächen besuchte «Ruby» bereits als 16-Jährige die Berlusconi-Partys in der Villa in Arcore bei Mailand. Aus Abhörprotokollen der Staatsanwaltschaft von «Rubys» Handy geht hervor, dass Berlusconi irgendwann realisiert habe, dass die Marokkanerin minderjährig sei. Dann sei er nervös geworden und habe das Problem mit viel Geld lösen wollen.

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