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Hollande will EU-Integration vorantreiben

Nach seinem Treffen mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat der französische Präsident erklärt, er strebe eine Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion an. Sein Ziel: Eine «solidarische» EU-Integration.

Will einen Weg aus der Krise finden: Der französische Präsident François Hollande beim Treffen mit Van Rompuy in Paris. (5. September 2012)
Will einen Weg aus der Krise finden: Der französische Präsident François Hollande beim Treffen mit Van Rompuy in Paris. (5. September 2012)
AFP

Inmitten verschiedener hochrangiger Treffen im Zusammenhang mit der Euro-Krise hat Frankreichs Staatschef François Hollande heute EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy getroffen. Bei dem Gespräch in Paris plädierte Hollande nach Angaben des Elysée-Palasts für die schnelle Umsetzung des beim EU-Gipfel Ende Juni beschlossenen Wachstumspaktes. Dies sei notwendig, damit «die erwarteten konkreten Nutzen dieses Paktes Realität werden».

Hollande erwartet vom Treffen der Europäischen Staats- und Regierungschefs Ende des Jahres eine «Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion». Eine solche Vertiefung solle auf der Basis einer «solidarischen Integration» stattfinden, teilte der Elysée-Palast heute nach dem Treffen mit. Der Europäische Rat trifft das nächste Mal am 18. und 19. Oktober in Brüssel zusammen. Danach ist eine Sitzung im Dezember geplant. Von dem Gipfel Mitte Oktober erwartet Hollande den Angaben zufolge nachhaltige Lösungsansätze für die aktuellen Probleme der Eurozone.

Zahlreiche Treffen

In den vergangenen Tagen hatte es angesichts der Eurokrise zahlreiche Treffen von EU-Staats- und Regierungschefs gegeben. Hollande traf gestern in Rom den italienischen Regierungschef Mario Monti, morgen kommt er in London mit dem britischen Premierminister David Cameron zusammen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft morgen in Madrid den spanischen Regierungschef Mariano Rajoy. Etwa zwei Stunden später treten beide vor die Presse, bevor sie an der Abschlussveranstaltung des Deutsch-Spanischen Unternehmertreffens teilnehmen. Die spanische Regierung hat Finanzhilfe der Eurozone für ihre angeschlagenen Banken in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt bekommen.

Doch Madrid kämpft selbst mit Finanzproblemen und muss nun auch noch mehrere Regionalregierungen mit Milliardenbeträgen unterstützen. Bislang sträubt sich Madrid gegen einen weiteren Hilfsantrag mit Auflagen, wie sie von Merkel gefordert werden

Morgen wird zudem die Europäische Zentralbank (EZB) über ihr weiteres Vorgehen im Kampf gegen die Euro-Krise entscheiden. Dabei könnte EZB-Chef Mario Draghi den erneuten Aufkauf von Anleihen aus Euro-Krisenstaaten durch die Zentralbank verkünden.

AFP/ses

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