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«Salvinis Populismus hat ein Verfallsdatum»

Das mehrsprachige Südtirol ist ein kleines Europa. Doch kurz vor den Wahlen weckt die Lega alte Ressentiments. Die Reportage.

Oliver Meiler, Bozen
«Salvini reiht eine Eskalation an die andere. Aber wie lange funktioneirt das?»: Arno Kompatscher, Landeshauptmann Südtirol. Foto: APA, Keystone
«Salvini reiht eine Eskalation an die andere. Aber wie lange funktioneirt das?»: Arno Kompatscher, Landeshauptmann Südtirol. Foto: APA, Keystone

Jesus kommt aus Lajen, einem Dorf am Eingang zum Grödnertal, 1100 Meter über Meer, Südtirol. Muss ja, er ist überall. Er hängt frei an kleinen Holzkreuzen, gross und schwer an Hauswänden, auch mal geschützt in Sichtkästen. In einer der letzten Spitzkehren auf der Strasse rauf zum Dorf haben sie frische Geranien vor ein Kruzifix gelegt, sattrot. Etwas weiter oben liegt ein Haufen Äpfel vor dem Herrn, rot auch die, liebevoll hindrapiert. Er soll über Lajen wachen, in jeder Kurve des Lebens. Auch das ist Italien, auch wenn es sich nicht wie Italien anfühlt, nicht wie Italien klingt, nicht wie Italien riecht.

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