Zum Hauptinhalt springen

Hashim Thaci wagt sich zu Tadic

Erstmals erklärt der kosovarische Staatschef, er sei zu einem Treffen mit seinem serbischen Amtskollegen bereit. Serbien hat angekündigt, Thaci nicht wegen Organhandels anzuklagen.

Würde die Ermittlungen gegen Thaci am liebsten selber führen: Carla del Ponte.
Würde die Ermittlungen gegen Thaci am liebsten selber führen: Carla del Ponte.
Keystone
Ständerat und Chef der Menschenrechtskommission des Europarats, Dick Marty erhebt Vorwürfe gegen Thaci.
Ständerat und Chef der Menschenrechtskommission des Europarats, Dick Marty erhebt Vorwürfe gegen Thaci.
Keystone
In der kosovarischen Klinik Medicus sollen Ausländer mit Geld angelockt worden sein, eine Niere zu spenden.
In der kosovarischen Klinik Medicus sollen Ausländer mit Geld angelockt worden sein, eine Niere zu spenden.
Keystone
1 / 7

Der kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaci hat sich erstmals zu einem von der Europäischen Union vorgeschlagenen Treffen mit Serbiens Staatschef Boris Tadic bereiterklärt. Eine solche Zusammenkunft sei «im Interesse beider Länder», sagte Thaci in einem Gespräch mit der Tageszeitung «Express» vom Montag. Sie könne dazu beitragen, «neue Beziehungen zwischen Serbien und dem Kosovo zu schaffen». Der serbische Präsident Tadic hatte sich bereits am Mittwoch zu einem Treffen mit Thaci bereiterklärt.

Der gerade wiedergewählte Thaci steht seit einigen Tagen politisch unter Druck. Ständerat und Jurist Dick Marty hatte in der vergangenen Woche einen im Auftrag des Europarats verfassten Bericht veröffentlicht, in dem er Thaci und andere Führer der kosovarischen Befreiungsarmee UCK beschuldigt, in den Jahren 1998 bis 2000 am Handel mit Organen serbischer Gefangener auf dem internationalen Schwarzmarkt beteiligt gewesen zu sein. Am Samstag kündigte Serbien an, Thaci wegen der Vorwürfe nicht anklagen zu wollen. Thaci selbst weist die Anschuldigungen zurück.

Thacis Regierung hatte im Jahr 2008 offiziell die Unabhängigkeit des Kosovos von Serbien erklärt. Dies wurde von Belgrad bisher nicht anerkannt.

AFP/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch