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Hälfte der Deutschen lehnt vierte Amtszeit Merkels ab

Laut einer Umfrage wünschen sich viele Deutsche, dass Angela Merkel sich nicht wieder als Bundeskanzlerin zur Wahl stellt.

Umfragequoten sacken ab: Die Hälfte der Deutschen würde Angela Merkel nicht mehr als Kanzlerin wählen. (28. August 2016)
Umfragequoten sacken ab: Die Hälfte der Deutschen würde Angela Merkel nicht mehr als Kanzlerin wählen. (28. August 2016)
Rainer Jensen, Keystone
«Wir befinden uns in keinem Krieg oder Kampf gegen den Islam»: Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht an einer Medienkonferenz zur Lage der Nation. (28. Juli 2016)
«Wir befinden uns in keinem Krieg oder Kampf gegen den Islam»: Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht an einer Medienkonferenz zur Lage der Nation. (28. Juli 2016)
Keystone
Für die Medienkonferenz hat die Bundeskanzlerin ihre Ferien unterbrochen.
Für die Medienkonferenz hat die Bundeskanzlerin ihre Ferien unterbrochen.
Keystone
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Die Hälfte der Deutschen lehnt einer Umfrage nach eine vierte Amtszeit von Angela Merkel ab. Dagegen befürworten laut Emnid-Umfrage für die Zeitung «Bild am Sonntag» 42 Prozent, dass die CDU-Vorsitzende noch einmal als Regierungschefin antritt.

Unter den Anhängern CDU und CSU sprachen sich 70 Prozent für eine weitere Amtszeit der Bundeskanzlerin aus, 22 Prozent lehnten sie ab. Für die Erhebung befragten Meinungsforscher am 25. August 501 Menschen.

Einem Medienbericht zufolge will Merkel erst im Frühjahr 2017 über eine erneute Kandidatur entscheiden. Der «Spiegel» berichtete, Merkel wolle zunächst abwarten, ob sie die Unterstützung der Schwesterpartei CSU habe. Die nächste Bundestagswahl wird voraussichtlich im Herbst 2017 stattfinden.

«Ich bin auch Kanzlerin der Deutschtürken»

Die Bundeskanzlerin hat sich sehr klar zu den teilweise schon lange in Deutschland lebenden Menschen türkischer Abstammung bekannt. «Ich bin auch deren Bundeskanzlerin», sagte Merkel am Sonntag in Berlin im ARD-Sommerinterview für die Sendung «Bericht aus Berlin». Zugleich ermutigte sie die Deutschtürken, sich hierzulande in Staat und Gesellschaft einzubringen. Zuvor hatte es Diskussionen um die Aufforderung Merkels an Türkischstämmige gegeben, Loyalität zu Deutschland zu zeigen. Die Kanzlerin sagte dazu, es sei ihr angesichts der Probleme in der Türkei darum gegangen, «dass Konflikte in der Türkei nicht nach Deutschland getragen werden».

Sie finde es aber wichtig, sich zu den hier lebenden Menschen türkischer Abstammung zu bekennen. «Wenn das dann durch Engagement beantwortet wird, dann ist das gut.» Sie würde sich wünschen, dass «Menschen, die lange in Deutschland leben, sich in die Entwicklung unseres Landes mit einbringen» - auch wenn es dazu natürlich ebenso wie bei Alteingesessenen keine Verpflichtung gebe.

SDA/fal

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