Grüne hängen laut ARD-Umfrage die Union ab

Die Grünen sind gemäss einer Erhebung die stärkste politische Kraft Deutschlands. Sie lassen erstmals die Union hinter sich.

Partei im Hoch: Die Grünen freuen sich in Berlin nach den ersten Prognosen der Europawahl. (Keystone/Kay Nietfeld/26. Mai 2019)

Partei im Hoch: Die Grünen freuen sich in Berlin nach den ersten Prognosen der Europawahl. (Keystone/Kay Nietfeld/26. Mai 2019)

Trotz der letzten Europawahl kommt dieses Resultat doch überraschend: Im «Deutschlandtrend» der ARD kommen die Grünen in der Sonntagsfrage auf 26 Prozent, wie der WDR am Donnerstag mitteilte. Sie legten demnach im Vergleich zum Vormonat um sechs Punkte zu.

Die Union dagegen erreicht lediglich 25 Prozent (minus drei), die SPD kommt auf zwölf Prozent (minus sechs). Den Angaben zufolge handelt es sich um den höchsten Wert für die Grünen und den tiefsten Wert für die SPD, die in der Erhebung jemals gemessen wurden. Die Union lag demnach im Oktober 2018 bereits einmal bei 25 Prozent.

Die AfD gewinnt im neuen «Deutschlandtrend» einen Punkt hinzu und erreicht 13 Prozent. Die FDP liegt unverändert bei acht Prozent, die Linke kommt auf sieben Prozent (minus zwei).

Deutlich ging in der Umfrage die Zufriedenheit mit der Regierung zurück: 28 Prozent der Befragten äusserten sich zufrieden oder sehr zufrieden – das sind zehn Prozentpunkte weniger als in der vorherigen Erhebung Anfang Mai.

Mehrheitlich Zustimmung bei Nahles-Rücktritt

Den Rücktritt von Andrea Nahles als Partei- und Fraktionsvorsitzender der SPD finden 65 Prozent der Umfrageteilnehmer richtig. 27 Prozent beurteilen den Schritt als falsch. 82 Prozent der Befragten attestieren zudem der SPD einen Mangel an gutem Führungspersonal. Mit 57 Prozent äusserten mehr als die Hälfte der Befragten die Auffassung, die SPD sollte die GroKo verlassen.

Für die Sonntagsfrage hatte das Meinungsforschungsunternehmen Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1500 Wahlberechtigte befragt. Zur Zufriedenheit mit der Bundesregierung, zur SPD und zur Grundrente wurden am Montag und Dienstag 1000 Menschen befragt. Die Fehlertoleranz wurde mit 1,4 bis 3,1 Prozent angegeben.

fal/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt