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«Griechenland und der Euro sind unzertrennlich»

Der griechische Ministerpräsident Papandreou hat in einem Gespräch mit Merkel und Sarkozy versichert, das verordnete Sparprogramm umzusetzen. Einen Austritt aus der Eurozone schliesst er aus.

Kämpfen um das Vertrauen: Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou und sein Finanzminister Evangelos Venizelos.
Kämpfen um das Vertrauen: Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou und sein Finanzminister Evangelos Venizelos.
Keystone

Athen wird sich an die Umsetzung der Reformen halten. Das ist nach Angaben des griechischen Regierungssprechers Ilias Mosialos das Ergebnis des Gesprächs zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou. «Angesichts der Gerüchte der letzten Tage haben alle betont, dass Griechenland und der Euro sind unzertrennlich sind», hiess es in einer Erklärung des griechischen Regierungssprechers.

Griechenland sei entschlossen, alle seine Verpflichtungen zu erfüllen, hiess es. Merkel und Sarkozy hatten Papandreou bei der Telefonkonferenz gedrängt, alle zugesagten und von der internationalen Gemeinschaft geforderten Reformen «strikt und effektiv» umzusetzen. Beide hätten die Bedeutung einer Umsetzung des von den Eurostaaten und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) getragenen Anpassungsprogramms für die griechische Wirtschaft «erläutert», teilte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

Die Lage ist ernst

«Der griechische Ministerpräsident hat die absolute Entschlossenheit seiner Regierung bestätigt, alle nötigen Massnahmen zu ergreifen, um die gegebenen Zusagen in ihrer Gesamtheit umzusetzen», sagte Seibert. Papandreou sei gemahnt worden, dies sei Voraussetzung für ein positives Votum der Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission.

Nur dann könne das Land mit der weiteren Auszahlungen von Hilfs-Krediten rechnen. Frankreichs Präsident und Merkel hätten ihrem Gesprächspartner den Ernst der Lage sehr deutlich gemacht, hiess es aus Teilnehmerkreisen. Gleichlautende Erklärungen gaben auch die französische und die griechische Regierung am Abend ab.

Kein Ausschluss aus Eurozone

Merkel und Sarkozy lehnten in dem Telefonat zugleich jede Debatte über einen Ausschluss des Landes aus der Eurozone ab. «Die Bundeskanzlerin und der Präsident sind überzeugt, dass die Zukunft Griechenlands in der Eurozone ist», teilte Seibert mit. Diese Zusicherung wurde angesichts der gerade in Deutschland geführten Debatten für nötig erachtet, dass Griechenland notfalls die Eurozone verlassen müsse.

Das rund 20-minütige Gespräch fand vor dem Hintergrund anhaltender Sorge um eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands statt. In der deutschen Regierungskoalition ist inzwischen ein offener Streit wegen der Debatte um eine mögliche Staatspleite Griechenlands ausgebrochen.

SDA/ AFP/jak

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