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G-20-Krawalle kosten nur schon Versicherer 12 Millionen Euro

Deutsche Versicherer haben ihre erste Schätzung der Schäden der Krawallnächte um den G-20-Gipfel veröffentlicht. Die Kosten für die Allgemeinheit dürften indes einiges höher liegen.

Die Demonstrationen am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg sind ausgeartet. (7. und 8. Juli 2017) Video: Twitter/Storyful/Tamedia

Die Ausschreitungen während des Hamburger G20-Gipfels kommen die Versicherer teuer zu stehen. Die versicherten Sachschäden beliefen sich einer ersten Einschätzung zufolge auf bis zu zwölf Millionen Euro, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag in Berlin.

In der Summe enthalten seien Schäden an Autos, Wohnhäusern und Geschäften, die «im Zuge der G20-Demonstrationen» entstanden seien, teilte der GDV mit. Die Summe enthält also keine Kosten für die Allgemeinheit, wie zum Beispiel die Löhne der rund 20'000 Polizisten, die im Einsatz standen, die Materialkosten des Grosseinsatzes, Mehrkosten im Gesundheitswesen, oder Kollateralschäden an der öffentlichen Infrastruktur.

Schäden von vier Millionen Euro an Autos

Betroffene sollten die Schäden «möglichst schnell» ihrem Versicherer melden, so die GDV. Der Verband wies zudem auf den von der Stadt Hamburg eingerichteten Härtefallfonds hin, der Randale-Opfer entschädigen soll. Der Bund beteiligt sich daran.

Allein die Dutzenden abgebrannten Autos schlagen mit insgesamt vier Millionen Euro zu Buche: Die Feuerwehr versucht ein in Brand gestecktes Auto zu löschen. (8. Juli 2017)
Allein die Dutzenden abgebrannten Autos schlagen mit insgesamt vier Millionen Euro zu Buche: Die Feuerwehr versucht ein in Brand gestecktes Auto zu löschen. (8. Juli 2017)
Clemens Bilan/EPA, Keystone
In Hamburg sitzen nach den Krawallen 51 Verdächtige in Untersuchungshaft, darunter mindestens ein Schweizer: Radikale Demonstranten am Freitag in Hamburg. (7. Juli 2017) Bild: Thomas Lohnes/Getty
In Hamburg sitzen nach den Krawallen 51 Verdächtige in Untersuchungshaft, darunter mindestens ein Schweizer: Radikale Demonstranten am Freitag in Hamburg. (7. Juli 2017) Bild: Thomas Lohnes/Getty
Die Polizei vermutet Brandstiftung im Zusammenhang mit dem G-20-Gipfel: Im Stadtteil Eidelstedt brannten in der Nacht acht Luxusautos auf dem Gelände eines Porschehändlers. (6. Juli 2017)
Die Polizei vermutet Brandstiftung im Zusammenhang mit dem G-20-Gipfel: Im Stadtteil Eidelstedt brannten in der Nacht acht Luxusautos auf dem Gelände eines Porschehändlers. (6. Juli 2017)
Axel Heimken/DPA via AP, Keystone
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Nach Angaben des GDV entfallen rund vier Millionen Euro oder ein Drittel der geschätzten Schadenssumme auf beschädigte Fahrzeuge. Über die Schadensschätzung der Versicherer berichtete am Dienstag zuerst die «Bild»-Zeitung.

Rund um den zweitägigen Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 grossen Industrie- und Schwellenländer am 7. und 8. Juli hatte es in der Hansestadt trotz des Einsatzes von rund 20'000 Polizisten mehrfach schwere Ausschreitungen mit erheblichen Sachschäden gegeben. Zahlreiche Polizisten wurden verletzt.

SDA/mch

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