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Führungswechsel bei ukrainischen Separatisten

Der selbst ernannte Ministerpräsident der «Volksrepublik Donezk», Alexander Borodaj, will seine Aufgaben einem Feldkommandanten übergeben. Über der Ostukraine wurde erneut ein Kampfjet abgeschossen.

Gaben gemeinsam eine Pressekonferenz: Alexander Borodaj und sein designierter Nachfolger Alexander Sachartschenko. (7. August 2014)
Gaben gemeinsam eine Pressekonferenz: Alexander Borodaj und sein designierter Nachfolger Alexander Sachartschenko. (7. August 2014)
Sergei Karpukhin, Reuters

Der selbst ernannte Ministerpräsident der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Alexander Borodaj, ist von seinem Posten zurückgetreten. Borodaj kündigte an, seine Aufgaben dem Feldkommandanten Alexander Sachartschenko zu übergeben.

Er sei als «Krisenmanager» zu den Separatisten gekommen und ziehe sich zurück, da er seine Arbeit beim Aufbau der Volksrepublik beendet sei. Er werde aber den Posten eines Vize-Regierungschefs behalten und in der umkämpften Region bleiben, sagte Borodaj.

Borodaj gehört zu einem Trio russischer Staatsbürger, die in der selbst erklärten Volksrepublik Donezk das Kommando führen. Zu dem Trio zählen neben ihm Vize-Regierungschef Wladimir Antjufejew sowie Verteidigungsminister Igor Strelkow, der bereits auf der ukrainischen Halbinsel Krim im Einsatz war.

Antjufejew und Strelkow machen ebenso wie Borodaj kein Geheimnis daraus, dass sie früher für die russischen Streitkräfte oder den Geheimdienst Russlands gearbeitet haben. In Kiew und im Westen nährt dies den Verdacht, dass sie im Auftrag Moskaus handeln.

Kampfjet abgeschossen

Im Rebellengebiet wurde ein Kampfjet abgeschossen. Wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, stürzte das Flugzeug auf einem Feld ab, nachdem es offenbar explodiert war. Der Pilot wurde mit einem Fallschirm gesichtet. Der Abschuss ereignete sich etwa 40 Kilometer östlich der Rebellenhochburg Donezk nahe der Stelle, an der ein malaysisches Passagierflugzeug Mitte Juli abgestürzt war.

Im Konflikt zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten im Osten des Landes waren zuletzt wiederholt Militärflugzeuge abgeschossen worden. Am 17. Juli wurde in der Ost-Ukraine eine Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 298 Insassen an Bord mutmasslich von prorussischen Separatisten abgeschossen.

AFP/sda/mw

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