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Frankreichs Parlament verlängert Mali-Mission

Die französischen Truppen werden bis Ende Jahr von 3850 auf 1000 Soldaten verkleinert. Bei der Abstimmung in der Nationalversammlung gab es keine Gegenstimmen.

Kein Eigeninteresse: Französische Soldaten singen in Mali die «La Marseillaise». (Archivbild)
Kein Eigeninteresse: Französische Soldaten singen in Mali die «La Marseillaise». (Archivbild)
Reuters
Sind auch im Mali-Konflikt die Schwächsten: Eine Frau und ihr Kind auf der Flucht. (26. Januar 2013)
Sind auch im Mali-Konflikt die Schwächsten: Eine Frau und ihr Kind auf der Flucht. (26. Januar 2013)
Reuters
Die «heilige Tür» ist gemäss Augenzeugen zerstört worden: Islamisches Zentrum und die Sidi-Yahya-Moschee in Timbuktu. (2. Mai 2010)
Die «heilige Tür» ist gemäss Augenzeugen zerstört worden: Islamisches Zentrum und die Sidi-Yahya-Moschee in Timbuktu. (2. Mai 2010)
AFP
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Das französische Parlament hat wie erwartet die Militärmission im westafrikanischen Krisenstaat Mali verlängert. Das Mandat sieht vor, die französische Truppenpräsenz schrittweise zu reduzieren – von derzeit 3850 auf 1000 Soldaten bis zum Jahresende.

Bei der Abstimmung am Montag in der Nationalversammlung gab es keine Gegenstimmen. Nur die kommunistischen Abgeordneten und ihnen politisch nahestehende Parlamentarier enthielten sich. Auch bei der anschliessenden Abstimmung im Senat gab es keine Gegenstimme.

Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault bezeichnete die Mali-Mission vor der Nationalversammlung als «politischen Erfolg». Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte, nach den jüngsten Einsätzen im Nordwesten Malis könne er feststellen, dass «das gesamte malische Territorium befreit wurde und die Bedrohung heute sehr stark reduziert ist».

Frankreich hatte am 11. Januar mit mehr als 5000 Soldaten die Mission «Serval» gestartet, um das Vorrücken islamistischer Kämpfer vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Bei dem Einsatz wurden bislang fünf französische Soldaten getötet.

Gemäss der französischen Verfassung muss ein solcher Militäreinsatz im Ausland zwar erst nach vier Monaten erneut genehmigt werden. Wegen der anstehenden Frühlingsferien wurde die Parlamentsabstimmung jedoch vorgezogen.

(SDA)

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