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Frankreichs Aussenminister dementiert Konto in der Schweiz

Die Steuerflucht-Affäre im Elysée-Palast geht weiter: Auch Aussenminister Laurent Fabius soll Geld in der Schweiz haben. Laut einer Umfrage sind 60 Prozent der Franzosen für eine Kabinettsumbildung.

Will gegen die «Libération» juristisch vorgehen: Der französische Aussenminister Laurent Fabius.
Will gegen die «Libération» juristisch vorgehen: Der französische Aussenminister Laurent Fabius.
AFP

Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius hat den Besitz eines Kontos in der Schweiz dementiert. «Ich dementiere nachdrücklich das von der Zeitung 'Libération' verbreitete Gerücht, dass ich ein Konto in der Schweiz habe», erklärte Fabius am späten Sonntagabend in Paris. Das Gerücht sei «ohne jede Grundlage». Er werde juristisch gegen die Zeitung «Libération» vorgehen, kündigte Fabius an.

Frankreichs Regierung wird derzeit von einer Steuerflucht-Affäre erschüttert: Ex-Haushaltsminister Jérôme Cahuzac hatte am Dienstag den Besitz eines geheimen Auslandskontos mit 600'000 Euro eingeräumt, nachdem er zuvor monatelang die Öffentlichkeit belogen hatte. Er war wegen der Vorwürfe bereits vor knapp drei Wochen zurückgetreten, aber erst am Dienstag bestätigte er die Wahrheit der Vorwürfe. Schweizer Medien berichteten zudem am Wochenende, dass Cahuzac 15 Millionen Euro in der Schweiz anlegen wollte.

Für Frankreichs Staatschef François Hollande ist die Affäre eine immense Belastung. Die Zeitung «Journal du Dimanche» veröffentlichte am Sonntag eine Umfrage, wonach 60 Prozent der Befragten für eine Kabinettsumbildung sind. Hollande und sein Premierminister Jean-Marc Ayrault lehnten das bislang ab.

AFP/wid

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