Flüchtling im Haus

Elf Monate wohnt ein junger Flüchtling aus Syrien bei uns. Wir sind erschöpft. Er will nicht ausziehen. Protokoll einer Hilfsaktion, die an der Realität scheiterte.

Der Syrer (links) ist ein Sanfter, der den Harten gibt. Und der leider das Parfüm des Autors (rechts) benutzt, wie es ihm grad gefällt. Illustration: Robert Honegger

«Ich möchte mit Ihnen nur eine Woche bleiben.» «Bitta tötet mich nicht hier.» «Ich schwöre ich sterbe.» «You killed me.»

Diese Whatsapp-Nachrichten schickt mir Karim (Name geändert) auf mein Smartphone. Er ist 21 Jahre alt, Flüchtling aus der Stadt al-Bab in Nordsyrien. Seit fast einem Jahr lebt er bei uns zu Hause.

Es ist Anfang April 2017. Er und ich sind in einander verhakt. Es geht nicht vor und nicht zurück. Das Leben zusammen ist nicht angenehm. Ich sehne das Ende seines Aufenthalts herbei. Gerade habe ich ihn zur neuen Wohnung gefahren, in der wir ihm ab heute ein WG-Zimmer mieten.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Kommentare
Loading Form...