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Ex-Minister wegen Geldwäscherei verurteilt

Akis Tsochatzopoulos sowie einige seiner Verwandten haben 55 Millionen Euro Bestechungsgeld kassiert. Der griechische Ex-Verteidigungsminister wurde bereits wegen Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft verurteilt.

Zum zweiten Mal verurteilt:: Akis Tsochatzopoulos, Ex-Verteidigungsminister von Griechenland.
Zum zweiten Mal verurteilt:: Akis Tsochatzopoulos, Ex-Verteidigungsminister von Griechenland.
Keystone

Ein Gericht in Athen hat einen der wichtigsten griechischen Politiker der vergangenen Jahrzehnte, den früheren sozialistischen Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos, der Geldwäscherei und Bestechlichkeit schuldig gesprochen.

Das Strafmass solle in den kommenden Tagen verhängt werden, wie das Gericht mitteilte. Der 74-Jährige sowie 16 Verwandte und frühere Mitarbeiter haben demnach 55 Millionen Euro Bestechungsgeld für den Kauf von U-Booten aus Deutschland sowie Abwehrraketen aus Russland kassiert.

Ausser Tsochatzopoulos sprach das Gericht unter anderem auch seine Frau, seine deutsche Ex-Frau und seine Tochter sowie Mitarbeiter schuldig. Ihnen drohen jetzt Haftstrafen bis zu 20 Jahren.

Bereits wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Das Verfahren hat auch in der Schweiz eine Untersuchung durch die Bundesanwaltschaft ausgelöst. Der Ex-Minister weist die Vorwürfe zurück.

Tsochatzopoulos wurde bereits am 4. März wegen Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft und 520'000 Euro Geldstrafe verurteilt. Tsochatzopoulos war 1974 Gründungsmitglied der sozialistischen Pasok und hatte seit 1981 verschiedene Ministerposten inne.

SDA/bru

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