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Ex-Aktionäre der Alitalia ärgern Berlusconi

Sämtliche Ermittlungen gegen Silvio Berlusconi verliefen bisher im Sand. Nun haben Ex-Aktionäre der Fluggesellschaft Alitalia eine Klage gegen ihn eingeleitet.

Neue Vorwürfe gegen den italienischen Premier: Die Privatisierung der Fluggesellschaft Alitalia habe den Aktionäre geschadet.
Neue Vorwürfe gegen den italienischen Premier: Die Privatisierung der Fluggesellschaft Alitalia habe den Aktionäre geschadet.

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hat neue Probleme mit der Justiz. Die Staatsanwaltschaft der süditalienischen Stadt Lecce nahm Ermittlungen gegen ihn auf im Zusammenhang mit der Privatisierung der staatlichen Fluggesellschaft Alitalia.

Berlusconi wird vorgeworfen, gegen die Finanzregeln verstossen zu haben, wie italienische Medien am Freitag berichteten. Die Untersuchung gegen den 74-jährigen Premier sei aufgrund der Klage einiger Ex-Aktionäre der Fluggesellschaft eingeleitet worden.

Diese hatten sich von der Anfang 2009 abgeschlossenen Privatisierung geschädigt gefühlt, wie ihr Rechtsanwalt Giovanni D'Agata mitteilte.

Erst die Fusion, dann Privatisierung

Das Büro des Premierministers erwiderte, dass Berlusconi über die Ermittlungen gegen ihn informiert sei. Die Untersuchung sei aufgrund einer Klage eingeleitet worden, berichtete die römische Tageszeitung «Il Messaggero». Die staatliche Alitalia war mit der Fluggesellschaft Air One fusioniert und privatisiert worden.

Gegen Berlusconi liefen schon verschiedene Ermittlungen. Auch kam es zu Prozessen und Verurteilungen, meistens im Zusammenhang mit seinem Medienimperium Mediaset. Rechtskräftig geworden ist aber bis heute keines der Urteile.

SDA/mrs

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