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Erneut Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Deutschland

Die Angriffe gegen geplante oder bereits belegte Asylheime in Deutschland häufen sich. In der Nacht hat ein Unbekannter in Leipzig einen Brandsatz in ein Gebäude geworfen.

Anschlag auf geplante Asylunterkunft: Ein Polizist passiert den Tatort in Leipzig.
Anschlag auf geplante Asylunterkunft: Ein Polizist passiert den Tatort in Leipzig.
Keystone

Erneut hat es einen Brandanschlag auf eine für Flüchtlinge vorgesehene Unterkunft gegeben. In der Nacht warf in Leipzig-Stötteritz ein Unbekannter einen Brandsatz durch das offene Fenster eines Hauses, in das voraussichtlich heute 56 Asylbewerber einziehen sollten, wie die Polizei in der sächsischen Stadt mitteilte. Da ein Zeuge das Geschehen bemerkte und schnell die Feuerwehr alarmierte, sei der Schaden gering geblieben. Nur eine Matratze habe gebrannt.

Die Ermittlungen übernahm nach eigenen Angaben das auf rechtsextremistische Taten spezialisierte Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Landespolizei. Der vermummte Täter schlug demnach gegen 1.30 Uhr zu. Die Beamten baten Zeugen, ihre Beobachtungen zu melden. Das Haus im Stadtteil Stötteritz war dem OAZ zufolge eigens für die Flüchtlinge hergerichtet worden.

«Menschen, die keine Menschlichkeit kennen»

Der Oberbürgermeister der sächsischen Stadt, Burkhard Jung (SPD), verurteile die Tat am Mittwoch scharf. «Wir haben es hier mit einem feigen Anschlag zu tun von Menschen, die keine Menschlichkeit kennen.»

In Deutschland kommt es derzeit gehäuft zu Anschlägen auf geplante oder bereits belegte Flüchtlingsheime, in mehreren Orten demonstrieren Rechtsextreme und ihre Sympathisanten zum Teil gewalttätig gegen Unterkünfte. Bundespräsident Joachim Gauck besuchte am Mittwoch in Berlin eine Erstaufnahmeeinrichtung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird im Laufe des Tages in einem Flüchtlingsheim im sächsischen Heidenau erwartet, vor dem es kürzlich massive Ausschreitungen gegeben hatte.

AFP/kko

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