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Eine Ikone verblasst

Bernard Kouchner, der «French Doctor», verkörperte einst alles Gute und Gerechte. Sein grosses Ego verzieh man ihm. Nun verspielt er als Aussenminister sein Lebenswerk.

Der vermeintliche Aufstieg des Bernard Kouchner: Kritiker sehen den heute 70-Jährigen in der Rolle eines Alibiministers.
Der vermeintliche Aufstieg des Bernard Kouchner: Kritiker sehen den heute 70-Jährigen in der Rolle eines Alibiministers.
Keystone

Die höchste Strafe für einen wie Bernard Kouchner ist die Stille – diese Distanz zum Scheinwerferlicht und zum nächsten Mikrofon. Und es ist gerade unwirklich still um Frankreichs berühmten Aussenminister. So still, dass sich seine Bewunderer fragen, ob sich der Mann mit der einst so ansteckend charmanten und rebellischen Verve damit begnügt, einfach nur einen prestigereichen Posten in einem Palast am Quai d’Orsay zu besetzen? Ob sich die hehren Ambitionen des Weltverbesserers im Herbst seiner Karriere in einer Statistenrolle erschöpfen? Ob er womöglich immer nur das wollte: ein wichtiges Amt, einen grossen Titel?

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