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Ein Versprechen, das zum Himmel stinkt

Silivio Berlusconi kündete an, er wolle Neapel innert kurzer Zeit vom Abfall befreien. Der italienische Regierungschef hat sein Versprechen bisher nicht umgesetzt. Die Situation droht zu eskalieren.

Sollen unter Wasser gesetzt werden: Die Müllhalden von Neapel.
Sollen unter Wasser gesetzt werden: Die Müllhalden von Neapel.
AFP
Es stinkt  zum Himmel: Müll in den Strassen Neapels.
Es stinkt zum Himmel: Müll in den Strassen Neapels.
Keystone
Es dampft weiter: Der Müll auf der Strasse verpestet die Luft weiterhin. Der Appell des italienischen Schriftstellers Roberto Saviano zur Krise: «Unterdrückung ist keine Antwort auf die reale Angst dieser Menschen».
Es dampft weiter: Der Müll auf der Strasse verpestet die Luft weiterhin. Der Appell des italienischen Schriftstellers Roberto Saviano zur Krise: «Unterdrückung ist keine Antwort auf die reale Angst dieser Menschen».
Keystone
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Einem Versprechen von Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi zum Trotz stapelt sich in den Strassen Neapels weiterhin der Müll. Rund 1700 Tonnen Unrat lagen auch am Sonntag vor allem im historischen Zentrum der italienischen Grossstadt auf den Strassen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

In 25 Fällen musste die Feuerwehr verhindern, dass angezündete Müllberge in Flammen aufgingen. Berlusconi hatte am Donnerstag versprochen, dass die Strassen Neapels «in drei Tagen» frei von Abfall seien.

Heftige Proteste der Anwohner

In Terzigno in der Nähe von Neapel, wo neben einer bestehenden Abfalldeponie eine zweite eröffnet werden sollte, kam es zuletzt zu heftigen Protesten von Anwohnern gegen das Projekt. Aus Ärger über das Vorhaben blockierten sie auch die bereits bestehende Halde. Sie fürchteten Gesundheitsgefahren und Umweltschäden durch die neue Deponie, die am Rande des Vesuv-Nationalparks entstehen und mit einer Kapazität von drei Millionen Tonnen die grösste Mülldeponie Europas werden sollte.

Berlusconi hatte am Freitag den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen einen Baustopp zugesagt. Die Bürgermeister sprachen sich nach Angaben des Ministerpräsidenten im Gegenzug für ein Ende der Proteste aus.

AFP/mrs

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