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«Die Tore in der Mauer stehen weit offen»

Die Nachricht des ARD-Sprechers vom 9. November 1989 traf Deutschland ins Mark. Auftakt zur Serie «30 Jahre Mauerfall».

Christof Münger, Klaudia Meisterhans

Die Nachricht kam überraschend. Hanns Joachim Friedrichs, silberhaariger Moderator der westdeutschen ARD, eröffnete an diesem Tag die Nachrichtensendung «Tagesthemen» um 22:42 Uhr so: «Im Umgang mit Superlativen ist Vorsicht geboten; sie nutzen sich leicht ab. Aber heute Abend darf man einen riskieren: Dieser 9. November ist ein historischer Tag. Die DDR hat mitgeteilt, dass ihre Grenzen ab sofort für jedermann geöffnet sind. Die Tore in der Mauer stehen weit offen.»

Er verkündete in Westdeutschland die Nachricht vom Mauerfall: ARD-Sprecher Hanns Joachim Friedrichs. Foto: Getty
Er verkündete in Westdeutschland die Nachricht vom Mauerfall: ARD-Sprecher Hanns Joachim Friedrichs. Foto: Getty

In der Deutschen Demokratischen Republik wie überall in Osteuropa haben im Herbst 1989 die Bürgerinnen und Bürger für Freiheit und Demokratie demonstriert. Und gegen die kommunistische Diktatur: «Wir sind das Volk», riefen sie in Leipzig, Ostberlin oder Magdeburg. Doch dass die Mauer fallen würde, war undenkbar. 28 Jahre lang, seit 1961, hatte sie Berlin in Ost und West geteilt, die Mauer war Brennpunkt und Symbol des Kalten Kriegs.

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