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Die «demokratische Zahnpasta» ist aus der Tube

Eine Kandidatenshow soll die Bürger für die Wahl vom 25. Mai zum EU-Parlament begeistern. Es ist ein grosses Experiment in transnationaler Demokratie.

Von Stephan Israel, Brüssel
Erstmals bei Europawahlen stellen die Parteienfamilien EU-weite Spitzenkandidaten auf, die als Bewerber um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten gelten: Jean-Claude Juncker (l.) in einer Fernsehdebatte mit dem Sozialdemokraten Martin Schulz (hinten, Mitte) und Guy Verhofstadt von den Liberalen an einer Fernsehdebatte im Europaparlament in Brüssel . (29. April 2014)
Erstmals bei Europawahlen stellen die Parteienfamilien EU-weite Spitzenkandidaten auf, die als Bewerber um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten gelten: Jean-Claude Juncker (l.) in einer Fernsehdebatte mit dem Sozialdemokraten Martin Schulz (hinten, Mitte) und Guy Verhofstadt von den Liberalen an einer Fernsehdebatte im Europaparlament in Brüssel . (29. April 2014)
François Lenoir, Reuters
Der ehemalige Premierminister Luxemburgs, Jean-Claude Juncker, hatte als Eurogruppenchef auf dem Höhepunkt der Eurokrise viel Medienpräsenz und dürfte deshalb vielen Europäern ein Begriff sein. Er führt die Liste der Europäischen Volksparteien an, die im aktuellen Parlament, das noch 765 Sitze zählt, die meisten Abgeordneten stellen (273): Juncker in Berlin. (5. April 2014)
Der ehemalige Premierminister Luxemburgs, Jean-Claude Juncker, hatte als Eurogruppenchef auf dem Höhepunkt der Eurokrise viel Medienpräsenz und dürfte deshalb vielen Europäern ein Begriff sein. Er führt die Liste der Europäischen Volksparteien an, die im aktuellen Parlament, das noch 765 Sitze zählt, die meisten Abgeordneten stellen (273): Juncker in Berlin. (5. April 2014)
Stefanie Loos, Reuters
Die Sozialdemokraten stellen im aktuellen Parlament in Strassburg mit 196 Abgeordneten die zweitgrösste Fraktion. Angeführt wird sie vom deutschen Martin Schulz, dem aktuellen EU-Parlamentspräsidenten: Schulz in Wismar. (3. Mai 2014)
Die Sozialdemokraten stellen im aktuellen Parlament in Strassburg mit 196 Abgeordneten die zweitgrösste Fraktion. Angeführt wird sie vom deutschen Martin Schulz, dem aktuellen EU-Parlamentspräsidenten: Schulz in Wismar. (3. Mai 2014)
Bernd Wüstneck, Keystone
Auch die Liberalen hoffen Barroso zu beerben. Sie treten mit einer Doppelspitze an: Spitzenkandidat Guy Verhofstadt (r.) mit Barroso in Strassburg. (12. März 2012)
Auch die Liberalen hoffen Barroso zu beerben. Sie treten mit einer Doppelspitze an: Spitzenkandidat Guy Verhofstadt (r.) mit Barroso in Strassburg. (12. März 2012)
Vincent Kessler, Reuters
Der ehemalige belgische Premierminister Guy Verhofstadt führt mit den Liberalen die drittgrösste Fraktion an. Er gilt als Hauptkandidat der Liberalen. Sie schicken aktuell mit 83 Vertretern aber bereits deutlich weniger Personal nach Strassburg als die Volksparteien und die Sozialisten und Sozialdemokraten: Verhofstadt in Brüssel. (26. Februar 2013)
Der ehemalige belgische Premierminister Guy Verhofstadt führt mit den Liberalen die drittgrösste Fraktion an. Er gilt als Hauptkandidat der Liberalen. Sie schicken aktuell mit 83 Vertretern aber bereits deutlich weniger Personal nach Strassburg als die Volksparteien und die Sozialisten und Sozialdemokraten: Verhofstadt in Brüssel. (26. Februar 2013)
François Lenoir, Reuters
Sollten sich die Aussichten für Verhofstadt verschlechtern, könnte Olli Rehn, der zweite Spitzenkandidat der Liberalen und amtierender EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung, für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten kandidieren: Rehn in Brüssel. (5. März 2014)
Sollten sich die Aussichten für Verhofstadt verschlechtern, könnte Olli Rehn, der zweite Spitzenkandidat der Liberalen und amtierender EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung, für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten kandidieren: Rehn in Brüssel. (5. März 2014)
Thierry Charlier, AFP
Auch die Grünen, die zur Zeit 57 Europarlamentarier stellen, treten mit einer Doppelspitze an: Der französische Bauernvertreter und Gewerkschafter José Bové (r.) mit Co-Spitzenkandidatin Ska (Franziska) Keller aus Deutschland. (8. April 2014)
Auch die Grünen, die zur Zeit 57 Europarlamentarier stellen, treten mit einer Doppelspitze an: Der französische Bauernvertreter und Gewerkschafter José Bové (r.) mit Co-Spitzenkandidatin Ska (Franziska) Keller aus Deutschland. (8. April 2014)
Eric Cabanis
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Eine Elefantenrunde ist auf Europatournee. Vergangene Woche machte die ­Kandidatenshow Station in Maastricht und in Brüssel. Diesen Donnerstag ­treffen in Berlin die beiden Haupt­protagonisten im Rennen um das Amt als ­EU-Kom­mis­sionspräsident auf­einander, der kon­ser­vative Luxemburger Jean-Claude ­Juncker und der deutsche Sozial­demokrat Martin Schulz. Am 15. und am 20. Mai folgen weitere TV-­Debatten in grosser beziehungsweise kleiner Runde.

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