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Deutschland droht das grosse Bahn-Chaos

Bahnkunden müssen sich in Deutschland auf Streiks einrichten. Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer entschieden sich für eine Ausweitung des Arbeitskampfs. Noch diese Woche soll es losgehen.

Dürfte auf Deutschlands Bahnsteigen schon bald ein gängiges Bild sein: Ein Lokführer streikt in Dresden (25. Februar 2011)
Dürfte auf Deutschlands Bahnsteigen schon bald ein gängiges Bild sein: Ein Lokführer streikt in Dresden (25. Februar 2011)
Keystone

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert in der seit Sommer 2010 andauernden Tarifrunde einheitliche Löhne und Gehälter für alle 26'000 Lokführer in Deutschland. Laut GDL nahmen 81 Prozent der Mitglieder an der Abstimmung teil.

Von den Lokführern, die bei der Deutschen Bahn angestellt sind, hätten 92 Prozent für weitere Arbeitskampfmassnahmen gestimmt, bei den Angestellten der Privatbahnen seien es 96 Prozent gewesen.

«Das ist ein deutliches Zeichen»

«Das ist ein deutliches Signal an alle Arbeitgeber in Eisenbahnverkehrsunternehmen, dass sich die Lokomotivführer für die Schaffung eines Flächentarifvertrages mit einheitlich hohem Entgeltniveau aussprechen», sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Wann die Streiks beginnen, wurde nicht mitgeteilt. Morgen Dienstag soll es laut Spiegel-Online jedoch noch keine Arbeitsniederlegungen geben. Danach müssten sich Bahnkunden aber auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. «Noch in dieser Woche werden wir den nächsten Arbeitskampf einleiten», sagte GDl-Chef Claus Weselsky zu Spiegel-Online.

SDA/pbe

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