Der Papst stellt sich dem Thema Missbrauch

Franziskus will die Vorwürfe eines Erzbischofs gegen ihn widerlegen. Auf ziemlich spezielle Art.

Papst Franziskus betet während seines Besuchs in Dublin für die Missbrauchsopfer der Kirche. Foto: Stefano Rellandini (Reuters)

Oliver Meiler@tagesanzeiger

Die Wahrheit, sagt der Papst, sei still. Damit sie sich offenbare, brauche es Gebet und Schweigen. Tatsächlich? Der Lärm um ihn herum ist mittlerweile so laut geworden, dass sein Schweigen nicht mehr ausreicht, ja dass es gar falsch interpretiert werden könnte. Und so schickt sich die Spitze der katholischen Kirche nun an, sich den Anwürfen von Erzbischof Carlo Maria Viganò, dem früheren Nuntius in Washington, zu stellen. Wie man hört, ist ein Dossier in Arbeit, das alle Vorwürfe von Franziskus’ Widersacher kontern soll, Punkt für Punkt. Aus dem Vatikan heisst es, der Heilige Stuhl sei jetzt dabei, «eventuelle und nötige Klarstellungen» zu formulieren. Nötig sind sie bestimmt.

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