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Der «Mutigste der Mutigen» ist tot

Staff Sergeant Brett Linley ist der 322. Kriegstote der Briten in Afghanistan. Die Trauer über seinen Tod ist besonders gross.

Hat Hunderten von Soldaten das Leben gerettet: Bomben-Entschärfer Brett Linley.
Hat Hunderten von Soldaten das Leben gerettet: Bomben-Entschärfer Brett Linley.

Das vergangene Wochenende war für Grossbritannien erneut ein besonders tragisches: Vier Soldaten verloren innerhalb von 24 Stunden ihr Leben. Darunter ist auch der 29-jährige Staff Sergeant Brett Linley.

Linley gilt laut «Mirror» als einer der grössten Kriegshelden unter den Briten in Afghanistan. Der Bomben-Spezialist hat über 100 Sprengsätze entschärft und damit Hunderten seiner Kollegen das Leben gerettet. Major David Croall sagt: «Er war ein wahrer Held, der das Risiko seines Jobs kannte, aber nie zögerte, der Gefahr entgegenzutreten. Ich werde seinen weisen Rat sehr vermissen.» Ein weiterer Vorgesetzter bezeichnet ihn als den «Mutigsten der Mutigen».

Effekte sichern

Linley, der während acht Jahren als Bombenentschärfer ausgebildet worden ist, war am vergangenen Wochenende im Dienst, als einer seiner Kameraden an einem Strassenrand von einer Taliban-Bombe getötet wurde. Linley näherte sich dem Gefallenen, um dessen persönliche Effekte zu sichern.

Gleich neben dem Toten lagen drei weitere Sprengsätze im Staub. Linley habe sich ruhig daran gemacht, einen nach dem anderen zu entschärfen, wird berichtet. Währenddessen hielten sich seine Kameraden in sicherem Abstand auf und beobachteten ihn nervös.

Ehrenorden auch für die Familie

Diesen Job schaffte Linley nicht. Einer der Sprengsätze explodierte, der «Mutigste der Mutigen» kam ums Leben. Er wird posthum mit einem Ehrenorden ausgezeichnet, heisst es. Seine Freundin, eine auf den Falkland-Inseln stationierte Soldatin, reiste sofort nach Hause. Sie und die Eltern von Brett Linley werden mit dem Elisabeth-Kreuz ausgezeichnet, einem Orden für Angehörige gefallener Soldaten.

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