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Der letzte Irak-Krieger

Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair veröffentlicht am Mittwoch seine Memoiren. Sein lukratives Salär soll verwundeten Kriegsveteranen zugute kommen.

Auf Werbetour für sein Buch: Blair bei einem Interview mit dem Sender BBC am 31. August.
Auf Werbetour für sein Buch: Blair bei einem Interview mit dem Sender BBC am 31. August.
Keystone

Bereits vor dem Verkaufsstart der Autobiographie «A Journey» («Mein Weg») verzeichnen die Buchhändler ein enormes Interesse. Auf der britischen Seite des Online-Versandhauses Amazon rangiert das Buch schon seit Tagen unter den Top Ten. Der Verlag Random House veröffentlichte am Dienstagabend Auszüge aus der Autobiographie.

Blair verteidigt darin die wohl umstrittenste Entscheidung seiner Amtszeit, den Krieg im Irak: «Auf der Grundlage dessen, was wir jetzt wissen, glaube ich immer noch, dass es ein grösseres Risiko für unsere Sicherheit gewesen wäre, Saddam (Hussein) an der Macht zu lassen als ihn zu stürzen», schreibt der frühere britische Regierungschef. Zugleich drückt Blair sein tiefes Bedauern über den Tod zahlreicher Soldaten und Zivilpersonen aus. Er habe viele Tränen um die Toten vergossen.

Für das Buch erhielt Blair dem Vernehmen nach ein Honorar in Höhe von 4,6 Millionen Pfund, umgerechnet 5,6 Millionen Euro. Die Einnahmen will er einer Wohltätigkeitsorganisation spenden, die sich um verwundete Kriegsveteranen kümmert. «A Journey» soll in zwölf Ländern erscheinen, die deutsche Ausgabe kommt am 8. September in den Handel. Neben der gedruckten Version wird ein E-Book und ein von Blair selbst gesprochenes Hörbuch verkauft.

dapd/raa

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