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«Der Gedanke, die DDR könnte kollabieren, kam uns absurd vor»

Als die Berliner Mauer fiel, war Marianne Birthler Bürgerrechtlerin. Die spätere Hüterin der Stasi-Unterlagen blickt zurück – und sorgt sich um die Zukunft.

«Nach dem Mauerfall glaubten wir plötzlich, dass wir nun alles könnten»: Marianne Birthler im einstigen Stasi-Zentralarchiv in Berlin. Foto: Laif

«Nach dem Mauerfall glaubten wir plötzlich, dass wir nun alles könnten»: Marianne Birthler im einstigen Stasi-Zentralarchiv in Berlin. Foto: Laif

Dominique Eigenmann@eigenmannberlin

Wenn Marianne Birthler vom 9. November 1989 erzählt, wird es schnell komisch. Die 71-Jährige lacht im Sessel, ihre hellen Augen flackern. Als die meisten Ostberliner längst zur offenen Mauer strömten, wartete sie auf ein amerikanisches Fernsehteam, das ihren damaligen Lebensgefährten Werner Fischer interviewen sollte. Die TV-Leute verspäteten sich, die beiden Dissidenten warteten und warteten – während sich um sie die Welt veränderte.

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