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«Der Ausstand der Fluglotsen wird Konsequenzen haben»

Der am Samstag beendete Streik der Fluglotsen wird laut der spanischen Regierung ein Nachspiel haben. Mit einer Normalisierung des Flugverkehrs in Spanien ist erst am Montag zu rechnen.

jak
Nach dem Streik: Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba kündigt Konsequenzen an.
Nach dem Streik: Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba kündigt Konsequenzen an.
Keystone
Greift zum letzten Mittel: Spaniens Ministerpräsident José-Luis Zapatero.
Greift zum letzten Mittel: Spaniens Ministerpräsident José-Luis Zapatero.
Keystone
Am Boden: Iberia streicht alle Flüge bis Sonntag.
Am Boden: Iberia streicht alle Flüge bis Sonntag.
Keystone
Nichts geht mehr: Ein Passagier am Flughafen von Barcelona am Abend des 3. Dezembers 2010.
Nichts geht mehr: Ein Passagier am Flughafen von Barcelona am Abend des 3. Dezembers 2010.
Keystone
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Spanien wird die Fluglotsen zur Rechenschaft ziehen, die den Luftverkehr mit einem wilden Streik 24 Stunden lang lahmgelegt haben. «Der Ausstand wird Konsequenzen haben», sagte Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba in der Nacht zum Sonntag in Madrid. Die Staatsanwaltschaft in der spanischen Hauptstadt führte Ermittlungen gegen die Teilnehmer des Streiks. Die Flughafengesellschaft AENA leitete Disziplinarverfahren gegen die Lotsen ein. Mehrere Organisationen erstatteten Strafanzeige.

Der Innenminister versicherte, dass sich ein Chaos wie am Freitag und Samstag auf den spanischen Flughäfen nicht wiederholen werde. Die Lotsen hatten mit einer nicht angemeldeten Arbeitsniederlegung den Luftverkehr in ganz Spanien zum Erliegen gebracht. Erst am Samstagnachmittag starteten auf den Grossflughäfen von Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca und den Kanarischen Inseln wieder Maschinen. Nach Angaben des Ministers wird die Lage sich erst am Montag wieder vollständig normalisieren.

Mit Militärrecht gedroht

Die spanischen Lotsen hatten am Freitagabend spontan die Arbeit niedergelegt. Die spanische Regierung rief daraufhin am Samstag erstmals seit dem Ende der Franco-Diktatur (1939-1975) den Alarmzustand aus. Das Militär übernahm die Gewalt über die Kontrolltürme.

Den Lotsen wurde damit gedroht, sie nach Militärrecht zu langen Haftstrafen zu verurteilen, wenn sie den Ausstand nicht beenden sollten. Mit Beginn der Nachmittagsschicht nahmen die Fluglotsen den Dienst wieder auf. Bei einer Fortsetzung des Ausstandes hätten ihnen Schnellverfahren vor Militärgerichten und Haftstrafen von bis zu 15 Jahren gedroht. Der Luftraum über Spanien konnte wieder geöffnet werden.

(SDA)

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