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Darum trugen die Attentäter Sprengstoff-Attrappen

Die Terroristen trugen Fake-Sprengstoffwesten, als sie Passanten in London angriffen. Laut Experten ist diese Strategie nicht neu.

Die Metropolitan Police London veröffentlicht Fotos: Der beim Attentat verwendete Lieferwagen.
Die Metropolitan Police London veröffentlicht Fotos: Der beim Attentat verwendete Lieferwagen.
Metropolitan Police London, Keystone
Die Attentäter hatten offenbar einen Plan B: Im Lieferwagen wurden 13 Weinflaschen mit brennbarer Flüssigkeit gefunden.
Die Attentäter hatten offenbar einen Plan B: Im Lieferwagen wurden 13 Weinflaschen mit brennbarer Flüssigkeit gefunden.
Metropolitan Police London, Keystone
Die Polizei sprach am Anfang von einem «grösseren Vorfall».
Die Polizei sprach am Anfang von einem «grösseren Vorfall».
Keystone
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Die Attentäter von London hatten alle eine Weste getragen, die so aussahen, als würden sie Sprengstoff enthalten. Tatsächlich waren es aber nur Attrappen. Warum setzten die Terroristen auf dieses Mittel?

Laut der britischen Premierministerin Theresa May wollten die Angreifer damit Panik verbreiten. Laut Terrorismus-Experte Björn Strizel ist diese Strategie nicht neu. «Zum einen sind Sprengstoffwesten nicht ganz einfach zu bauen, deshalb ist eine Fake-Vorrichtung ein guter Ersatz, um den Sicherheitskräften oder auch Zivilisten den Einsatz beziehungsweise die Gegenwehr zu erschweren und während des Angriffs noch mehr Panik auszulösen», sagte er zur «Bild».

Märtyrertod

Auch der britische Terrorismus-Experte Davis Lewin erklärte, dass die Attentäter mit den Attrappen Leute «abschrecken wollten, sie zu überwältigen, um noch mehr Menschen zu erstechen.»

Strizel sieht noch einen weiteren Grund, warum sich die Terroristen Attrappen umgebunden haben. «Die Attrappe ist beinahe der Garant, den Angriff auch wirklich nicht zu überleben und erschossen zu werden, und jihadistische Täter suchen ja in der Regel den Märtyrertod.»

Die Polizei teilte mit, dass alle Angreifer erschossen wurden. Sie geht davon aus, dass es neben den drei getöteten mutmasslichen Tätern keine weiteren Angreifer gegeben hat. Jetzt müssten die Ermittler unter anderem herausfinden, ob andere Personen an der Planung des Angriffs beteiligt gewesen seien.

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