Coronavirus-Verdacht auf grossem Schiff nicht erhärtet

Eine Touristin aus Macao zeigte Symptome des neuen Virus. Unter den 6000 Passagieren der «Costa Smeralda» befinden sich auch Schweizer.

Die erkrankte Touristin wurde medizinisch versorgt und isoliert: Die «Costa Smeralda» im Hafen von Civitavecchia. (Bild: Keystone)

Die erkrankte Touristin wurde medizinisch versorgt und isoliert: Die «Costa Smeralda» im Hafen von Civitavecchia. (Bild: Keystone)

Entwarnung ist an Bord des Kreuzfahrtschiffes «Costa Smeralda» gegeben worden, das am Donnerstag wegen eines Verdachts auf Coronavirus im Hafen der Stadt Civitavecchia bei Rom festgehalten wurde. Wie aus Tests hervorging, die in dem auf Infektionskrankheiten spezialisierten römischen Spital «Spallanzani» durchgeführt wurden, gab es keinen Hinweis auf den Erreger der Lungenkrankheit aus China.

Wegen des Verdachts auf das Virus waren rund 7000 Menschen – darunter etwa 6000 Passagiere – stundenlang an Bord der «Costa Smeralda» in Civitavecchia festgehalten worden. Zu ihnen zählten gemäss 20min.ch auch 63 Schweizer Staatsangehörige. Betreiberin des Schiffes ist die Reederei Costa Crociere.

Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte an Bord Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, die ein Anzeichen für das Coronavirus sein könnten. Auch ihr Mann war untersucht worden.

Das fünftgrösste Kreuzfahrtschiff der Reederei aus Genua hatte eine einwöchige Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeerraum unternommen und war von Palma de Mallorca nach Civitavecchia gereist. Civitavecchia ist Italiens grösster Kreuzfahrthafen.

Touren gestrichen

In Italien wurden bisher einige Verdachtsfälle auf Coronavirus gemeldet, die jedoch nicht bestätigt wurden. Hoteliers in Rom beklagten, dass tausende chinesische Touristen ihren Aufenthalt in der Metropole abgesagt hätten. Viele chinesische Restaurants meldeten einen Rückgang in der Zahl der Gäste.

Die Kreuzfahrtgesellschaft MSC strich am Donnerstag zunächst drei Touren des Schiffes «Splendida» mit 6880 Plätzen. Betroffen sind Anfang Februar geplante Fahrten nach Japan. Das Unternehmen betonte, dass bisher keinerlei Verdachtsfälle auf einem seiner Schiffe aufgetreten seien. Costa Crociere wiederum sagte neun Fahrten von China aus ab, die ab heute bis kommenden Dienstag hätten stattfinden sollen.

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sep/fal/sda

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