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China und Russland rüsten stark auf

Weltweit gingen im vergangenen Jahr die Militärausgaben zurück. Vor allem die USA gaben weniger für Militäroperationen aus. In Asien sieht das anders aus.

Die weltweiten Militärausgaben sind im letzten Jahr erneut leicht gesunken. Das berichtet das Stockholm International Peace Research Institute in seinem neuesten Bericht. Stark aufgerüstet haben vor allem China und Russland. Die USA geben am meisten aus.

Bereits 2012 hatte es bei den weltweiten Militärausgaben gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 0,4 Prozent gegeben. Dieser Rückgang verstärkte sich 2013 noch. So wurden 2013 insgesamt 1,747 Billionen Dollar für militärische Zwecke ausgegeben.

Die Vereinigten Staaten gaben 2013 zwar 7,8 Prozent weniger für ihr Militär aus. Der Rückgang erklärt sich vor allem durch weniger Ausgaben für US-Militäroperationen im Irak und in Afghanistan. Dennoch sind die USA mit 640 Milliarden Dollar weiterhin für über einen Drittel der weltweiten Militärausgaben verantwortlich.

China, Russland und Saudiarabien an der Spitze

Nimmt man die USA aus der Statistik, kletterten die weltweiten Rüstungsausgaben sogar um 1,8 Prozent. So setzt China seine langfristige Strategie, das Militärbudget zu erhöhen, weiter fort und gab 7,4 Prozent mehr aus als 2012. Geschätzte 188 Milliarden Dollar investierte die Volksrepublik 2013 in ihr Militär.

Russland erhöhte das Militärbudget um 4,8 Prozent und liess sich das Militär 2013 geschätzte 87,8 Milliarden Dollar kosten. Der Trend dürfte sich fortsetzen, denn zwischen 2011 und 2020 will Russland insgesamt 705 Milliarden Dollar für die Erneuerung der Streitkräfte ausgeben.

Auch Saudiarabien erhöhte die Rüstungsausgaben um 14 Prozent gegenüber 2012 und ist nun an vierter Stelle weltweit (2012: 7.). Fast zehn Prozent des Budgets in Saudiarabien werden für Militärausgaben verwendet.

Schwellenländer rüsten auf

Die drei Länder landen damit hinter den USA auf den Plätzen zwei, drei und vier. Sie gehören demnach zudem zu den 23 Ländern auf der Welt, die ihre Militärausgaben seit 2004 mehr als verdoppelt haben.

«Der Anstieg der Militärausgaben in Schwellen- und Entwicklungsländern setzt sich unvermindert fort», sagte der zuständige Sipri-Experte Sam Perlo-Freeman.

«Während das in manchen Fällen eine natürliche Folge des Wirtschaftswachstums oder die Antwort auf Sicherheitsbedürfnisse ist, steht es in anderen Fällen für eine Verschwendung von Ressourcen, die Dominanz autokratischer Regimes oder einen beginnenden regionalen Rüstungswettlauf.»

Sparmassnahmen in Europa

In Nordamerika, West- und Mitteleuropa sowie in Ozeanien wurde dagegen weiter gespart. Weniger ausgegeben wurde in Frankreich (5. Stelle bei den Militärausgaben 2013), Grossbritannien (6.), Italien (11.), Brasilien (12.), Australien (13.) und Kanada (nicht mehr unter den Top 15).

In Deutschland (7.), Japan (8.) und Indien (9.) blieben die Ausgaben nahezu unverändert. Die Schweiz dagegen erhöhte ihre Militärausgaben gemäss Sipri im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent auf 5,053 Milliarden Dollar.

Das schwedische Parlament hatte Sipri (Stockholm International Peace Research Institute) 1966 ins Leben gerufen. Es versorgt Wissenschaftler, Politiker und Medien mit Daten, Analysen und Empfehlungen zu internationalen militärischen Fragen.

SDA/chk

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