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Brigitte Macron: «Ich bin froh, dass die Frauen reden»

Frankreichs «First Lady» hat sich zur Debatte über sexuelle Belästigung, die durch den Fall Harvey Weinstein eingeleitet wurde, geäussert.

Aus was Schlechtem könnte was Gutes entstehen: Brigitte Macron an einem Event der Europäischen Vereinung gegen Leukodystrophien in Paris. (16. Oktober 2017)
Aus was Schlechtem könnte was Gutes entstehen: Brigitte Macron an einem Event der Europäischen Vereinung gegen Leukodystrophien in Paris. (16. Oktober 2017)
Patrick Kovarik, AFP

Frankreichs «Première dame» Brigitte Macron begrüsst die Debatte über sexuelle Belästigung. «Ich bin froh, dass die Frauen reden», sagte die Frau von Staatspräsident Emmanuel Macron am Montag am Rande eines Besuchs in einer Pariser Schule. «Vielleicht wird damit aus einer schlechten Sache doch noch etwas Gutes», betonte die 64-Jährige.

Der Skandal um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein schlägt auch in Frankreich hohe Wellen. Unter dem Hashtag #balancetonporc (Verpfeif' das Schwein) berichten auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter tausende Frauen über Anmache oder Missbrauch - ähnlich wie in den USA unter dem Schlagwort #MeToo (Ich auch).

Die französische Staatssekretärin für Gleichstellung, Marlène Schiappa, hat für das kommende Jahr ein neues Gesetz gegen sexuelle Übergriffe angekündigt. Im Gespräch sind unter anderem Geldstrafen für Anmache auf der Strasse.

US-Produzentenvereinigung fordert Ausschluss

Die US-Vereinigung der Filmproduzenten hat ein Ausschlussverfahren gegen den mit Missbrauchsvorwürfen konfrontierten Hollywood-Mogul Harvey Weinstein eingeleitet.

Die Producers Guild of America (PGA) habe einstimmig entschieden, das Verfahren zur Beendigung von Weinsteins Mitgliedschaft einzuleiten, erklärte die tausende Mitglieder zählende Vereinigung nach einer Sitzung am Montag (Ortszeit) in Los Angeles. Weinstein soll sich zu den Vorwürfen äussern dürfen, bevor die PGA am 6. November ihre endgültige Entscheidung über einen Rauswurf trifft.

Wie die Produzentenvereinigung weiter mitteilte, setzte ihr aus 20 Frauen und 18 Männern bestehender Vorstand eine Arbeitsgruppe ein, die sich mit dem Problem der sexuellen Belästigung befassen soll. Sexuelle Belästigung sei in jeder Form «völlig inakzeptabel». Die Vereinigung sprach von einem «verbreiteten» Problem, das «eine unverzügliche und umfassende Reaktion unserer Industrie» erfordere.

Die Oskar-Akademie hatte Weinstein am Samstag aus ihren Reihen ausgeschlossen und erklärt, «sexuell aggressives Verhalten» werde in der Filmbranche nicht mehr geduldet. Der lange einflussreiche Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat offenbar jahrzehntelang Frauen sexuell belästigt. Mehr als zwei Dutzend Frauen, darunter Topstars wie wie Angelina Jolie, Gwyneth Paltrow und Rosanna Arquette, meldeten sich mit entsprechenden Vorwürfen. Mindestens fünf Frauen erhoben zudem Vergewaltigungsvorwürfe gegen den 65-Jährigen.

AFP/sep

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