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«Breivik war für seinen Selbstmord zu feige – oder zu geltungssüchtig»

Wie ist der norwegische Attentäter Anders Breivik in der Geschichte des Terrorismus einzuordnen? Ist er eine «terroristische Ich-AG»? Der deutsche Historiker und RAF-Kenner Gerd Koenen gibt Antworten.

Anders Breivik begründete seine Anschläge mit dem Kampf gegen den «Kulturmarxismus» und die angebliche Islamisierung Norwegens.
Anders Breivik begründete seine Anschläge mit dem Kampf gegen den «Kulturmarxismus» und die angebliche Islamisierung Norwegens.
Keystone
Auf der Insel Utöya bei Oslo griff der 32-jährige Attentäter ein Jugendlager der Arbeiterpartei an. Breivik tötete 77 Menschen.
Auf der Insel Utöya bei Oslo griff der 32-jährige Attentäter ein Jugendlager der Arbeiterpartei an. Breivik tötete 77 Menschen.
Keystone
Zwei Jahre nach den Anschlägen in London wurden Salahuddin Amin, Anthony Garcia und Waheed Mahmood zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.
Zwei Jahre nach den Anschlägen in London wurden Salahuddin Amin, Anthony Garcia und Waheed Mahmood zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.
Keystone
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Anders Behring Breivik, der fast 80 Menschen tötete, stammt nicht aus einem gesellschaftlichen Milieu, in dem der Radikalismus blüht. Der 32-jährige Attentäter kommt aus der Mitte der Gesellschaft, und er hat den Terrorismus frei gewählt – als mörderische Konsequenz seiner wirren Ideologie. Weshalb sich der als intelligent beschriebene Breivik zu einer «terroristischen Ich-AG», wie ein Kommentator schrieb, entwickelte, ist und bleibt ein Rätsel.

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