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Breivik ergab sich am Telefon

Der norwegische Attentäter hat sich nach dem Massaker auf der Insel Utöya telefonisch bei der Polizei gemeldet. «Operation ausgeführt. Breivik will sich Delta ergeben», soll er laut Berichten gesagt haben.

Wie die Osloer Zeitung «VG» unter Berufung auf Polizeikreise berichtet, sagte der Attentäter: «Breivik. Kommandant. Organisiert in der antikommunistischen Widerstandsbewegung gegen die Islamisierung. Operation ausgeführt, und will sich Delta ergeben.»

Danach legte er nach den Medienangaben auf und wurde eine Minute später von Angehörigen der Polizei-Eliteeinheit Delta festgenommen. Demnach dauerte der Anruf nur drei Sekunden. Versuche der Polizei, den Anrufer wieder ans Telefon zu bekommen, seien fehlgeschlagen.

Weitere Begräbnisse geplant

Der Osloer Polizeisprecher Henning Holtaas bestätigte, dass es einen Anruf von Breiviks Handy gab. Es könne aber noch nicht bestätigt werden, dass er tatsächlich selbst gesprochen habe. Den Bericht von «VG», wonach das Handy bisher nicht gefunden wurde, wollte Holtaas ebenso wenig kommentieren wie den angeblichen Inhalt des Gesprächs.

In zahlreichen norwegischen Städten und Dörfern sind weitere Begräbnisse nach den beiden Anschläge vom 22. Juli geplant. Insgesamt waren 77 Menschen ums Leben gekommen, darunter acht durch eine von Breivik im Osloer Regierungsviertel platzierte Autobombe.

Blumensträusse weggeräumt

In der Nacht begannen Stadtangestellte mit der Räumung Abertausender Blumensträusse vor dem Osloer Dom und an zahlreichen anderen Plätzen der Innenstadt. Die zahllosen Trauergrüsse aus der Bevölkerung und auch von Kindern zum Zeichen der Verbundenheit mit den Terroropfern hinterlassene Stofftiere werden ebenfalls eingesammelt.

Norwegens Landesarchiv will alle Briefe und Gegenstände aufbewahren und möglicherweise später auch ausstellen. Die Blumen werden kompostiert.

(SDA)

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