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Beamte greifen Bürgermeister von Athen an

Um die harten Sparvorgaben der Troika zu erfüllen, muss die griechische Regierung Tausende Beamte entlassen. Athens Bürgermeister Kaminis bekam nun die Wut von Demonstranten am eigenen Leib zu spüren.

Wurde körperlich angegriffen: Giorgos Kaminis. (Archivbild)
Wurde körperlich angegriffen: Giorgos Kaminis. (Archivbild)
AFP

Am Rande einer Demonstration gegen Massenentlassungen im Zuge des Sparkurses in Griechenland ist der Bürgermeister von Athen, Giorgos Kaminis, tätlich angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich gestern nach einem Bürgermeistertreffen in der griechischen Hauptstadt.

Kaminis sei von Teilnehmern einer Protestaktion einer Angestelltengewerkschaft geschüttelt und geschlagen worden, berichteten griechische Medien. Die Demonstranten hatten demnach gegen Entlassungen im Zuge des strikten Sparkurses der griechischen Regierung zur Bewältigung der Schuldenkrise protestiert.

Keine schweren Verletzungen

Kaminis' Büro teilte lediglich mit, der Bürgermeister sei «körperlich angegriffen» worden. Die Gewerkschaft der Angestellten der Stadtverwaltung führe ihre Mitglieder auf eine «gefährliche Bahn». Kaminis wurde den Berichten zufolge kurz im Spital untersucht, hat aber offenbar keine schweren Verletzungen erlitten

Die griechische Regierung hatte gestern versichert, sie stehe kurz vor einer Einigung mit der Gläubiger-Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) über einen Stellenabbau im öffentlichen Dienst.

Weitere Tranche könnte heute folgen

Eine solche Vereinbarung ist Voraussetzung dafür, dass die Finanzminister der Eurostaaten bei ihrem Treffen heute in Brüssel der Auszahlung weiterer Kredite aus dem internationalen Hilfspaket für Griechenland von zunächst 6,3 Milliarden Euro zustimmen.

Die Kredittranche beläuft sich auf insgesamt 8,1 Milliarden Euro. Verlangt wird im Gegenzug der Abbau von 4000 Stellen im öffentlichen Dienst bis Jahresende und ein Verwaltungsumbau, der 25'000 Angestellte zu einem Stellenwechsel zwingt.

SDA/mrs

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