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«Als wenn Juden für eine Nazi-Gedenkstätte zahlen müssten»

Die spanische Regierung will den Leichnam des Diktators Franco umbetten – nun ist ein Streit entbrannt. Auch Opfer der Fa­lan­gisten finanzieren den Unterhalt des Grabs mit.

Sebastian Schoepp und Thomas Urban, Ávila
Ein Symbol des Grössenwahns: Das Grab Francos befindet sich in einer Felsenkirche in Valle de los Caídos (Tal der Gefallenen). Foto: Paul White (AP, Keystone)
Ein Symbol des Grössenwahns: Das Grab Francos befindet sich in einer Felsenkirche in Valle de los Caídos (Tal der Gefallenen). Foto: Paul White (AP, Keystone)

Er ist 92, doch er hat den Händedruck eines Vierzigjährigen. Nicolás Sánchez Albornoz steht vor seinem Häuschen in der kargen kastilischen Hochebene bei Ávila, er lebt ganz allein hier den Sommer über, nur Botas und Gordo leisten ihm Gesellschaft, zwei riesige Mastín-Hunde, die jeden Gast knurrend begrüssen. Auf dem Sandweg hierher musste man ein paar Jungstiere weghupen. Es ist eine Reise ins tiefste Spanien, la España profunda, wie man sagt, und in die Tiefe der Vergangenheit – in jeder Hinsicht. «Versuchen Sie es gar nicht erst mit Navi, damit werden sie diesen Ort nicht finden», hatte Sánchez Albornoz geschrieben.

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