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Auch Grossbritannien will Kampfhelikopter nach Libyen schicken

Nach der französischen hat die britische Regierung den Weg frei gemacht für den Einsatz von Kampfhubschraubern in Libyen. In Tripolis schlugen in der Nacht mehrere Nato-Bomben ein. In Misrata kamen drei Rebellen ums Leben.

Haben zwei weitere Städte eingenommen: Libysche Rebellen in der Stadt Sawija. (19. August 2011)
Haben zwei weitere Städte eingenommen: Libysche Rebellen in der Stadt Sawija. (19. August 2011)
Keystone
Dingfest gemacht: Rebellen haben in Sawija einen Heckenschützen der libyschen Armee festgenommen. (16. August 2011)
Dingfest gemacht: Rebellen haben in Sawija einen Heckenschützen der libyschen Armee festgenommen. (16. August 2011)
Keystone
Die Nato intensiviert ihre Angriffe: Die Bilder wurden von einem Jet der britischen Royal Air Force aufgenommen. (6. Mai 2011)
Die Nato intensiviert ihre Angriffe: Die Bilder wurden von einem Jet der britischen Royal Air Force aufgenommen. (6. Mai 2011)
Keystone
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Premierminister David Cameron und britische Minister hätten «grundsätzlich» zugestimmt, der Nato Apache-Kampfhubschrauber in Libyen zur Verfügung zu stellen, sagte eine mit dem Fall vertraute Gewährsperson. Zuvor hatte bereits Frankreich angekündigt, Kampfhubschrauber in das nordafrikanische Land zu entsenden.

Cameron hatte zuvor auf dem G-8-Gipfel im französischen Deauville vermieden, das Thema der Entsendung von Kampfhubschraubern nach Libyen anzusprechen, wodurch es zu Spannungen mit Frankreich kam. Sollte sich die Nato für den Einsatz von Kampfhubschraubern in Libyen entscheiden, würde dies eine Veränderung ihrer Strategie in dem Land bedeuten. Bislang setzte das Militärbündnis auf Kampfflugzeuge

Fünf Explosionen in Tripolis

Wie Augenzeugen dem arabischen Nachrichtensender al-Jazeera sagten, kam es in der Nacht zu heftigen Beschüssen von Tripolis. Vor den fünf Explosionen Fluglärm sei zu hören gewesen. Es sei Rauch aufgestiegen. Auch in den Nächten zuvor hatte die Nato Ziele in Tripolis bombardiert. Das westliche Bündnis fliegt seit zwei Monaten Luftangriffe.

Bei Gefechten nahe der westlibyschen Stadt Misrata sind nach Krankenhausangaben drei Rebellen ums Leben gekommen und 20 weitere verletzt worden. Die Kämpfe zwischen Aufständischen und Truppen der libyschen Regierung hätten sich rund 22 Kilometer westlich von Misrata ereignet, sagte der Arzt Mustafa Taha vom Hikma-Krankenhaus der Stadt. Ob auch Soldaten der Regierung ums Leben kamen, war unklar. Misrata ist die einzige Stadt nahe der libyschen Hauptstadt Tripolis, die von Rebellen gehalten wird.

Russland kritisiert den Nato-Einsatz

Russland ist gegen härtere UNO-Sanktionen gegen Syrien, wie der russische Botschafter in Frankreich am Rande des G-8-Gipfels in Deauville sagte. Ein Grund sei, dass sich sein Land mit seiner Zustimmung zur UNO- Resolution zum Militäreinsatz gegen Libyen die Finger verbrannt habe. Der von der Natogeführte Einsatz gehe inzwischen über das ursprüngliche Ziel der UNO-Resolution hinaus, sagte Alexander Orlow.

Ziel der UNO-Resolution war der Schutz der Zivilisten in Libyen vor Übergriffen des Regimes von Muammar al-Ghadhafi. Russland kritisiert, dass sich der Einsatz inzwischen gegen Ghadhafi direkt richte.

(SDA, dapd)

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