Rache statt Versöhnung

Die hohen Strafanträge der spanischen Staatsanwälte gegen katalanische Politiker rücken eine politische Lösung in weite Ferne. Zwischen Barcelona und Madrid wächst die Spannung.

Spanische Polizisten hindern beim Unabhängigkeitsreferendum vom 1. Oktober 2017 Katalanen daran, ihre Stimme abzugeben. Foto: Geraldine Hope Ghelli (Getty Images)

Res Strehle@resstrehle

Die Hoffnung hielt sich fünf Monate. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez und der katalanische Präsident Quim Torra trafen sich in dieser Zeit zweimal. Beide Treffen waren entspannt, es gab freundliche Bilder, eine bilaterale Kommission hat am 1. August ihre Arbeit aufgenommen, und die Regierung in Madrid setzte das eine oder andere Entspannungszeichen: Die inhaftierten Politiker wurden in katalanische Gefängnisse überführt, zwei Einsprachen der früheren Regierung gegen katalanische Parlamentsbeschlüsse zurückgezogen. Aber sonst? Zu wenig aus katalanischer Sicht, Torra will von Sánchez eine verbindliche Zusage zu einem Abstimmungstermin über die katalanische Unabhängigkeit bis Ende November.

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