Ex-Spion Skripal offenbar zu Hause vergiftet

Neue Erkenntnisse im Fall des ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal zeigen, dass dieser wohl in seinem Haus in Kontakt mit dem Nervengift gekommen ist.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der vergiftete russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia sind wohl zu Hause in Kontakt mit dem Kampfstoff gekommen. Das teilte die britische Polizei am Mittwochabend mit.

Demnach wurde die höchste Konzentration des Nervengifts an der Tür des Wohnhauses von Sergej Skripal im englischen Salisbury gefunden. Skripal und seine Tochter Yulia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der Innenstadt von Salisbury entdeckt worden.

Die britischen Ermittler gehen davon aus, dass sie mit dem in der früheren Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok vergiftet wurden. Beide befinden sich seitdem in einem kritischen aber stabilen Zustand.

Der Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten in Grossbritannien hat eine heftige diplomatische Krise ausgelöst.

Russland streitet jegliche Verantwortung für den Anschlag ab. Trotzdem wiesen weltweit inzwischen 26 Staaten russische Diplomaten aus, darunter auch Deutschland, Frankreich und die USA. Die Gesamtzahl der betroffenen Personen liegt bei mehr als 140. Sieben weiteren russische Diplomaten wurden von der Nato vor die Tür gesetzt. (scl/sda)

Erstellt: 29.03.2018, 02:57 Uhr

Artikel zum Thema

EU zieht Botschafter aus Moskau ab

VIDEO Die EU-Chefs halten es für «höchst wahrscheinlich», dass Russland für den Giftanschlag auf Sergei Skripal verantwortlich ist. Mehr...

Russland fordert Zugang zu Giftproben

Moskau weist das Ultimatum aus London im Zusammenhang mit dem vergifteten Ex-Doppelagenten Sergei Skripal zurück und droht mit eigenem Ultimatum. Mehr...

Blogs

Sweet Home Drama gefällig?

Blog: Never Mind the Markets Die Franken-Schwächung und die Inflation

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitag um 16 Uhr Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Rechtzeitig wenden: Sorgfältig dreht ein Schwan eines der Eier in seinem Nest am Aareufer um. (23.April 2018)
(Bild: Leserbild: Otto Lüscher) Mehr...