ABO+

Ein Präsident, der Bosnien zerstört

Staatschef Milorad Dodik will das Balkanland auflösen, das er regiert. Er verhöhnt die Kriegsopfer, bildet paramilitärische Einheiten und träumt von einem grossserbischen Staat.

Milorad Dodik hält sich lieber im serbischen Teilstaat Republika Srpska auf, als in der Hauptstadt Sarajevo Präsident aller Bürger zu sein. Foto: Laura Boushnak (Redux, Laif)

Milorad Dodik hält sich lieber im serbischen Teilstaat Republika Srpska auf, als in der Hauptstadt Sarajevo Präsident aller Bürger zu sein. Foto: Laura Boushnak (Redux, Laif)

Enver Robelli@enver_robelli

Das Gebäude des bosnischen Staatspräsidiums in Sarajevo ist ein Haus mit Geschichte. Es war ein aus Ungarn stammender Architekt, der Ende des 19. Jahrhunderts hier den Amtssitz der Landesregierung im Stil der florentinischen Renaissance bauen liess. 1878 hatte der Berliner Kongress die damalige osmanische Provinz Bosnien-Herzegowina unter Verwaltung der Habsburger Monarchie gestellt. Die neuen Herrscher wollten das orientalische Erbe mit der abendländischen Moderne verbinden. Noch heute legen viele öffentliche Bauten Sarajevos Zeugnis davon ab.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt