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4000 Flüchtlinge in 48 Stunden aufgegriffen

Grosseinsatz für die italienische Marine: Innerhalb von nur zwei Tagen hat sie vor der Küste Siziliens rund 4000 Bootsflüchtlinge abgefangen.

Wollte auf dem Seeweg nach Europa: Seeleute der italienischen Marine bergen einen Flüchtling. (8. April 2014)
Wollte auf dem Seeweg nach Europa: Seeleute der italienischen Marine bergen einen Flüchtling. (8. April 2014)
AFP

Tausende Flüchtlinge sind innerhalb von nur 48 Stunden von der italienischen Marine und von Handelsschiffen im Mittelmeer an Bord genommen worden. Italiens Innenminister Angelino Alfano gab die Zahl der Migranten, die aus den teils seeuntüchtigen Booten gerettet worden sind, mit 4000 an.

Auf einem der Boote, die in Afrika aufgebrochen waren, soll laut Alfano mindestens ein Migrant tot aufgefunden worden sein. «Die Ankunft von Booten reisst nicht ab, und der Notstand wird immer grösser», sagte der Minister.

Vor allem aus Libyen sei der Flüchtlingsansturm gross. Zwischen 300'000 und 600'000 Menschen aus dem afrikanischen Land seien bereit, auf dem Seeweg nach Europa zu flüchten. Die EU müsse das Problem in Angriff nehmen, forderte Alfano.

300 und 361 Menschen aus zwei Booten

Zwei Handelsschiffe waren gemäss Alfano dabei, 300 und 361 Menschen aus zwei Booten aufzunehmen. Italiens Marine berichtete von weiteren Rettungsaktionen in der Nacht.

Seit Beginn des Jahres wurden nach Angaben des Innenministers bereits 15'000 Bootsflüchtlinge vor Italiens Küsten abgefangen. Vor allem die Zahl der Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien nahm dramatisch zu.

Im Herbst 2013 waren bei mehreren schweren Unglücken vor der italienischen Küste mehr als 400 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die italienische Regierung leitete daraufhin den Einsatz «Mare Nostrum» ein, bei dem Kriegsschiffe, Drohnen und Helikopter mit Infrarot- und optischer Ausrüstung eingesetzt werden, um Flüchtlingsboote ausfindig zu machen.

AFP/fko

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