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16-Jähriger plante offenbar Terroranschlag in Paris

Frankreich kommt nicht zur Ruhe. Erneut ist in der Hauptstadt ein «unmittelbar bevorstehender» Anschlag vereitelt worden.

«Jeden Tag werden Anschläge vereitelt»: Eine Polizistin vor dem Palais de Justice. (27. April 2016)
«Jeden Tag werden Anschläge vereitelt»: Eine Polizistin vor dem Palais de Justice. (27. April 2016)

Wegen angeblicher Anschlagspläne ist ein 16-Jähriger in Paris festgenommen worden. Wie am Sonntag aus Sicherheitskreisen verlautete, erfolgte der Zugriff am Samstag im Zuhause des Verdächtigen, nachdem französische Geheimdienste «eine Bedrohung» festgestellt hatten.

Der 16-Jährige hatte sich bereits seit April unter Hausarrest befunden, weil die Behörden eine Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat vermutet hatten. Wie es aus Ermittlerkreisen heisst, konnte durch die Festnahme ein «unmittelbar bevorstehender» Terroranschlag auf einem öffentlichen Platz vereitelt werden.

«Jeden Tag werden Anschläge vereitelt»

In Frankreich stehen im Rahmen des geltenden Ausnahmezustands Dutzende Personen unter besonderer Beobachtung. Der französische Premierminister Manuel Valls bekräftigte in einem Interview am Sonntag, dass sich Frankreich unter maximaler Terrorbedrohung befinde. «Jeden Tag werden Anschläge vereitelt», erklärte er. Die Bedrohungslage sei weiterhin «maximal».

Letzte Woche wurden nahe der Kathedrale Notre Dame im Pariser Stadtzentrum Gasflaschen in einem Auto gefunden. Mehrere Personen wurden verhaftet. Gegen die 29-jährige Ornella G., die als Hauptverdächtige gilt, wurde am Samstag ein Ermittlungsverfahren wegen «Verschwörung im Zusammenhang mit einer terroristischen Straftat» eingeleitet.

Bilder zum vereitelten Anschlag in Paris:

Nach dem Fund eines Autos mit mehreren Gasflaschen hat die Polizei unter anderem eine 19-Jährige festgenommen. (8. September 2016)
Nach dem Fund eines Autos mit mehreren Gasflaschen hat die Polizei unter anderem eine 19-Jährige festgenommen. (8. September 2016)
AFP
Sie und drei weitere Frauen seien von IS-Kommandeuren in Syrien angeleitet worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit.
Sie und drei weitere Frauen seien von IS-Kommandeuren in Syrien angeleitet worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit.
AFP
Die Razzia der Polizei forderte zwei Verletzte. (4. September 2016)
Die Razzia der Polizei forderte zwei Verletzte. (4. September 2016)
AFP
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Keine Verbindung

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen sagte Ornella G. aus, dass sie und ihre Komplizinnen vergeblich versucht hätten, das Fahrzeug nahe der Kathedrale Notre Dame zur Explosion zu bringen. Nachdem sie einen vermeintlichen Zivilpolizisten erblickt hätten, seien sie geflohen.

Offenbar steht der 16-Jährige nicht in Verbindung mit Ornella G. und ihren Komplizinnen.

SDA/woz

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