Zum Hauptinhalt springen

1000 Rechtsextreme skandieren in der Athener Innenstadt

Marschlieder und griechische Volksmusik: Mitglieder der Goldenen Morgenröte haben in Athen gegen die Inhaftierung ihres Parteichefs demonstriert. Die Polizei löste die Kundgebung auf.

«Hände weg von der Goldenen Morgenröte!»: Demonstranten bei der nächtlichen Kundgebung. (30. November 2013)
«Hände weg von der Goldenen Morgenröte!»: Demonstranten bei der nächtlichen Kundgebung. (30. November 2013)
Keystone

Vor dem Parlament in Athen haben gestern rund 1000 Anhänger der rechtsextremen Goldenen Morgenröte gegen die Inhaftierung ihres Parteichefs protestiert. Die in schwarz gekleideten Demonstranten trugen Fackeln und griechische Flaggen.

Sie skandierten: «Hände weg von der Goldenen Morgenröte!» Es erklangen Marschlieder und griechische Volksmusik. Einheiten der Bereitschaftspolizei waren vor Ort, um Zusammenstösse mit einer Gegendemonstration linksgerichteter Gruppen zu verhindern, die sich ganz in der Nähe versammelt hatten. Doch die Proteste verliefen zunächst friedlich. Später wurden sie von der Polizei aufgelöst, um Krawalle zu vermeiden.

Seit zwei Monaten in U-Haft

Der Parteichef der Goldenen Morgenröte, Nikolaos Mihaloliakos, wird die Gründung einer kriminellen Vereinigung zur Last gelegt. Er befindet sich seit rund zwei Monaten in U-Haft. Neben Mihaloliakos wurden auch weitere führende Mitglieder der Partei festgenommen.

Ministerpräsident Antonis Samaras geht verstärkt gegen die Rechtsextremen vor, seitdem einer ihrer Anhänger im September einen linken Musiker tötete. Die Goldene Morgenröte stellt 18 der 300 Parlamentsabgeordneten. Die Partei hatte im vergangenen Jahr ihren Einzug ins Parlament des krisengeschüttelten Landes geschafft.

SDA/rbi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch