Dutzende Islamisten getötet

Bei einem Gefecht in Syrien sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana 175 Rebellen getötet worden. Bei den Toten handelt es sich vor allem um Ausländer.

Die islamistischen Kämpfer in Syrien werden von Saudi-Arabien unterstützt: Mitglieder der Al-Nusra-Front in Aleppo.(25. Oktober 2013)

Die islamistischen Kämpfer in Syrien werden von Saudi-Arabien unterstützt: Mitglieder der Al-Nusra-Front in Aleppo.(25. Oktober 2013)

(Bild: AFP)

Die syrische Armee hat nach Berichten staatlicher Medien südlich von Damaskus 175 Rebellen getötet, die meisten davon Kämpfer des al-Qaida-Ablegers Nusra-Front. Der Angriff wurde im Rebellengebiet Ost-Ghuta geführt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete. Auf Livebildern des libanesischen Senders al-Majadin aus dem Gebiet waren Dutzende Tote entlang einer ungeteerten Strasse zu sehen.

Das Syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte berichtete ebenfalls von dem Angriff und sprach zunächst von 70 getöteten Rebellen. Allerdings könne die Zahl der Toten noch steigen, weil 89 Kämpfer als vermisst gemeldet worden seien, berichtete das in Grossbritannien ansässige Zentrum.

Mit Blick auf Tausende palästinensische Flüchtlinge im Lager Jarmuk bei Damaskus appellierten die Vereinten Nationen sowohl an die syrische Regierung als auch die Rebellen, Helfern «sicheren und ungehinderten Zugang» zu den Hilfsbedürftigen zu gewähren. So könnten die Helfer die Verteilung von Nahrung und Arzneimitteln wieder aufnehmen, sagte Chris Gunnes vom UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten.

Lager besonders stark betroffen

Am Wochenende hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einstimmig eine Resolution verabschiedet, nach der syrische Regierung und Opposition im gesamten Land humanitäre Hilfe erlauben sollen.

Das Lager Jarmuk gilt als Stützpunkt von Rebellenkämpfern und ist besonders stark von einer Blockade durch die Armee betroffen. Seit Mitte 2013 starben mehr als hundert Menschen an den Folgen von Hunger und Krankheit. Vor Beginn des Bürgerkrieges lebten 150'000 Menschen in Jarmuk.

Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen 9,3 Millionen Syrer Hilfe. 6,8 Millionen mussten fliehen, sind aber noch in ihrer Heimat.

ldc/sda/AFP/AP

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