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«Wir versuchen, so viele wie möglich auszufliegen»

Am Flughafen von Djerba warten Hunderte auf einen Flug. Bis Samstag Abend sind 38'000 Menschen über die Grenze geflohen. Sie berichten von Drohungen und einer Reise der Angst.

Sie sitzen auf ihren Koffern und Säcken, hastig zusammengepackte Habseligkeiten, rauchen, starren ins Leere. Die Abflugshalle des Flughafens im tunesischen Djerba platzt aus allen Nähten, die Luft ist zum Schneiden dick, viele rauchen trotz Rauchverbot, etliche haben seit Tagen keine Dusche, kein Bad mehr gesehen.

Es sind vor allem Ägypter, die auf einen Flug in ihre Heimat warten, hauptsächlich Männer. Vereinzelt Frauen mit kleinen Kindern. Zehn Flüge sind am Samstag nach Ägypten geflogen, wie viele es am Sonntag sein werden, wissen auch die Verantwortlichen noch nicht. «Wir versuchen, so viele wie möglich auszufliegen», sagt ein Station Manager von Tunisair. Der Manager von Egyptair, der Genaueres sagen könnte, ist im Chaos nicht aufzufinden. Er war bis Morgens um drei damit beschäftigt, Flüge zu organisieren und für seine Landsleute zu sorgen.

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