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Wie eine ägyptische Familie mitfieberte

In ihrer Wohnung in Biel verfolgten die Ägypterin Samia Hussein-Osman und ihre Familie mit hohem Interesse den Umsturz in ihrem Heimatland. Zwei Wochen lang schwankten alle zwischen Angst um die Verwandten und Stolz auf ihr Volk.

Erleichtert: Samia Hussein-Osman (l.) mit ihrer Tochter Neiyra Osman Zwikker und deren Mann, dem Holländer Dag Zwikker.
Erleichtert: Samia Hussein-Osman (l.) mit ihrer Tochter Neiyra Osman Zwikker und deren Mann, dem Holländer Dag Zwikker.
Stefan Anderegg

Der Freitag, 11.Februar, ist der Tag, den Samia Hussein-Osman nie wieder vergessen wird. Hunderttausende Ägypter halten auf dem Tahrir-Platz in Kairo den Atem an, als der Sprecher im ägyptischen Staatsfernsehen eine weitere Bekanntmachung ankündigt. Im selben Moment, fast 3000 Kilometer entfernt, wirft eine Frau in Biel in der Küche alles hin und eilt mit dem Kochlöffel in der Hand vor den Fernseher. Sie kommt gerade rechtzeitig für den Auftritt von Vizepräsident Omar Suleiman. Gerade rechtzeitig für die Worte, auf die sie so lange gewartet hat: Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak tritt zurück.

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