Zum Hauptinhalt springen

«Wenn Frauen im Auto sind, wird man meist nicht angehalten»

Mit brutaler Gewalt versucht das syrische Regime, die Opposition zum Schweigen zu bringen. Doch der Widerstand lässt sich auch durch solche Säuberungen nicht brechen, wie ein Besuch in Saqba, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, zeigt.

Georg Kaufmann, Damaskus
«Die FSA hat eine einzige Aufgabe: diese friedliche Bewegung zu beschützen.»: Demonstranten in Idlib protestieren gegen das syrische Regime.
«Die FSA hat eine einzige Aufgabe: diese friedliche Bewegung zu beschützen.»: Demonstranten in Idlib protestieren gegen das syrische Regime.
Keystone

«Saqba ist frei», hat jemand an eine Hauswand im Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus gesprayt. Doch «frei» ist nicht das Wort, das einem in den Sinn kommt, wenn man versucht, die Stadt unbemerkt zu betreten.

«Wir müssen durch Nebengassen rein, auf der Hauptstrasse ist das Militär», sagt Ayman*, ein syrischer Aktivist, während er sein Auto durch die engen Strassen manövriert, um die Armeeposten zu umfahren. Seine Freundin Rasha sitzt mit im Wagen und erzählt, wie die Aktivisten mit den Strassenblockaden umgehen: «Wenn Frauen im Auto sind, wird man meist nicht angehalten. Und wenn doch, werden unsere Ausweise nicht kontrolliert und niemand redet mit uns. Die Soldaten versuchen, die Bevölkerung nicht weiter gegen sich aufzubringen und vermeiden es deshalb, sich Frauen zu nähern. Wir haben so ganze Kastenwagen mit Medizin durch die Gegend gefahren. Bis jetzt hat es geklappt, aber es ist gefährlich, und wenn wir die Kontrollen umfahren können, dann tun wir es.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen