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Schüsse auf Demonstranten im irakischen Kurdengebiet

Sicherheitskräfte haben heute auf kurdische Demonstranten geschossen, die Reformen forderten. In Basra im Süden demonstrierten Hunderte, dem Beispiel der Proteste in Tunesien und Ägypten folgend.

Grossaufmarsch im Norden des Irak: In Suleimanijah fprdern Hunderte den Rücktritt des kurdischen Präsidenten Massud Barsani.
Grossaufmarsch im Norden des Irak: In Suleimanijah fprdern Hunderte den Rücktritt des kurdischen Präsidenten Massud Barsani.
Keystone

Hunderte Menschen versammelten sich in Suleimanijah im Norden Iraks zum Protest und zogen zur Zentrale der Partei des kurdischen Präsidenten Massud Barsani. Sie umringten das Gebäude, einige warfen mit Steinen. Die kurdischen Sicherheitskräfte auf dem Dach der Parteizentrale schossen daraufhin in die Menge.

Bei einer Kundgebung in Basra forderten rund 600 Demonstranten den Rücktritt des Gouverneurs sowie eine bessere öffentliche Versorgung, ein Ende von Korruption und mehr Arbeitsplätze. Es blieb Augenzeugen zufolge weitgehend friedlich.

Unterschiedliche Opferzahlen

Am Mittwoch hatte es dagegen bei einer Kundgebung in der südostirakischen Stadt Kut Tote und Verletzte gegeben. Rund 2000 Demonstranten hätten steinewerfend Behördengebäude und Militärfahrzeuge angegriffen, berichteten Augenzeugen. Polizisten hätten Schusswaffen eingesetzt. Der Sprecher der Provinz Wassit, Sondos al Dahabi, sprach von drei getöteten Demonstranten und 30 Verletzten, darunter 15 Polizisten. Die Leiterin der Gesundheitsbehörde der Provinz, Diaa al Abudi, sagte allerdings, ihr sei nur ein Todesfall bekannt, ein irakischer Soldat. 55 Personen seien verletzt worden.

Die Demonstranten in Kut forderten ebenfalls eine bessere Versorgung, ein Ende von Korruption und mehr Arbeitsplätze. Al Dahabi sagte, die Provinzregierung habe am Donnerstag in einer Krisensitzung über die Forderungen der Demonstranten beraten.

SDA/pbe

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