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Libyens Öl-Industrie liegt am Boden

Die Unruhen in Libyen beeinflussen auch die Öl-Industrie: Die Förderung ist seit Beginn des Aufstandes drastisch gesunken. Ein Land fürchtet um seine wichtigste Einnahmequelle.

Der Bürgerkrieg belastet die Industrie: Brennendes Öl-Depot in Ras Lanuf.
Der Bürgerkrieg belastet die Industrie: Brennendes Öl-Depot in Ras Lanuf.
AFP

Nach drei Wochen blutiger Unruhen liegt die libysche Öl-Industrie am Boden. Der Vorsitzende der staatlichen Öl-Gesellschaft (NOC), Schukri Ghanem, sagte in der Nacht zum Donnerstag, die Förderung sei auf etwa 500'000 Barrel pro Tag gesunken.

Vor Beginn des Aufstandes hatte Libyen 1,58 Millionen Fass produziert. Die Ausfälle seien in erster Linie durch die Flucht vieler Arbeiter bedingt und weniger durch die andauernden Kämpfe, sagte er. Er appellierte an alle Libyer, die Anlagen der Öl- Industrie intakt zu lassen, da diese die wichtigste Einnahmequelle des Volkes sei.

Zerstörung von Öl-Anlagen

Die Zerstörungen in der Öl-Region um Ras Lanuf und al-Sidra im Osten des Landes, wo sich am Vortag Regierungstruppen und Rebellen heftige Gefechte geliefert hatten, spielte er herunter. Ausser einem kleinen Diesel-Depot sei dort nichts zerstört worden, sagte er.

Nach Angaben der Aufständischen haben die Truppen von Staatschef Muammar al-Ghadhafi die Anlagen im Öl-Hafen al-Sidra stark beschädigt. Fünf Aufständische sollen getötet worden sein.

Das libysche Staatsfernsehen, das am Mittwoch über die «Befreiung» der westlichen Stadt al-Sawija durch Regierungstruppen berichtet hatte, nahm dies inzwischen wieder zurück und erklärte, die Stadt sei noch umkämpft.

SDA/mrs

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