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Iraks Armee «befreit» Tikrit

Streitkräfte haben Tikrit nach eigenen Angaben von der Jihadistenmiliz IS zurückerobert. Jetzt sei man daran, die Stadt zu «säubern».

Tatort Tikrit: Ein irakischer Soldat sucht nach IS-Kämpfern (alle Bilder vom 30. März 2015).
Tatort Tikrit: Ein irakischer Soldat sucht nach IS-Kämpfern (alle Bilder vom 30. März 2015).
Khalid Mohammed, Keystone
Bei den Gefechten 130 Kilometer nördlich von Bagdad wird schweres Geschütz eingesetzt.
Bei den Gefechten 130 Kilometer nördlich von Bagdad wird schweres Geschütz eingesetzt.
Khalid Mohammed, Keystone
Die USA wollen der irakischen Regierung beim Kampf gegen den IS beistehen und «nicht einen Krieg mit dem Iran» anzetteln.
Die USA wollen der irakischen Regierung beim Kampf gegen den IS beistehen und «nicht einen Krieg mit dem Iran» anzetteln.
Khalid Mohammed, Keystone
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Der irakische Regierungschef Haider al-Abadi hat den Sieg der Regierungstruppen im Kampf um die Stadt Tikrit verkündet. Er verkünde «die Befreiung» von Tikrit und gratuliere den irakischen Sicherheitskräften und ihren paramilitärischen Unterstützern zu diesem «historischen Meilenstein», schrieb al-Abadi im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Al-Abadis Sprecher Rafid Dschaburi sagte der Nachrichtenagentur AFP, die irakische Armee habe die irakische Flagge im Zentrum von Tikrit gehisst und sei nun dabei, die Stadt zu «säubern».

Die irakische Armee hatte am 2. März ihre bislang grösste Offensive gegen die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) begonnen, um das rund 160 Kilometer nördlich von Bagdad gelegene Tikrit, eine IS-Hochburg, nach neun Monaten zurückzuerobern. Das US-Militär flog seit vergangenem Mittwoch auf Bitten Bagdads mehrfach Luftangriffe auf mutmassliche IS-Stellungen in und um Tikrit.

Die Tikrit-Offensive gegen den IS gilt als wichtige Etappe auf dem Weg zur Rückeroberung der weiter nördlich gelegenen Metropole Mossul. Die IS-Miliz hatte im vergangenem Sommer weite Gebiete im Irak und im benachbarten Syrien unter ihre Kontrolle gebracht und ein radikalislamisches «Kalifat» ausgerufen.

Skepsis wegen Einfluss des Iran

An der Offensive gegen die mehrheitlich sunnitische Stadt nahmen auch von Teheran unterstützte schiitische Milizen teil. Diese zogen sich jedoch Ende der vergangenen Woche zurück – offenbar auf Druck der USA.

Auch die an der Anti-IS-Koalition beteiligten sunnitisch regierten Golfmonarchien betrachten den Einfluss Teherans auf den Kampf gegen die Jihadisten mit Argwohn. Die IS-Miliz hatte im vergangenem Sommer weite Gebiete im Irak und im benachbarten Syrien unter ihre Kontrolle bringen können und ein islamistisches «Kalifat» ausgerufen.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte während eines Besuchs in Bagdad am Montag erklärt, der Irak müsse für die Regierung kämpfende paramilitärische Gruppen unter die Kontrolle der Staatsführung bringen. «Die von der IS-Brutalität befreiten Zivilisten haben dann von ihren Befreiern nichts zu befürchten», fügte er hinzu.

Die Gewalt dauerte unterdessen an. Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus mit iranisch-schiitischen Pilgern im Tadschi-Gebiet im Norden Bagdads wurden nach amtlichen Angaben mindestens vier Menschen getötet und weitere elf verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich niemand, er trug den Behörden zufolge jedoch die Handschrift extremistischer Sunnitengruppen.

AFP/ sda

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