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Das Militäraufgebot der Alliierten

Kurz nach Verabschiedung der UN-Sicherheitsresolution, flogen erste Kampfjets Ziele in Libyen an. Eine Übersicht über das Aufgebot der beteiligten Staaten.

Paris, 20. März 2011: Auf Einladung des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy beraten 22 Regierungschefs und Minister von EU, NATO und UN, der USA und der Arabischen Liga über die zwei Tage zuvor verabschiedete UN-Sicherheitsresolution, in Libyen ein Flugverbot durchzusetzen und die Zivilbevölkerung vor den Truppen des autoritären Machthabers Muammar al-Ghadhafi zu schützen. Kaum hatte Sarkozy die Einigung der 22 über das weitere Vorgehen verkündet, sind französische Kampfjets als erste Welle Ziele in Libyen an.

Weitere Länder ziehen mit: Die Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Kanada, Dänemark, Italien, Spanien und Norwegen haben Truppen oder Infrastruktur zur Verfügung gestellt, um die UN-Resolution gegen Libyen durchzusetzen. Hier ein Überblick über das Militäraufgebot der einzelnen Nationen:

USA

Zwei Zerstörer im Mittelmeer («USS Barry» und «USS Stout»), zwei Kriegsschiffe für amphibische Operationen («USS Kearsarge» und «USS Ponce»), ein Feuerleitschiff («USS Mount Whitney») und das U-Boot «USS Providence». Darüber hinaus fünf F-18-Kampfbomber, zwei Transportflugzeuge vom Typ C-17 und eines vom Typ C-130 auf dem Luftwaffenstützpunkt Aviano in Italien.

Grossbritannien

Die Fregatten «HMS Westminster» und «HMS Cumberland» sowie eine unbekannte Zahl von Tornado- und Eurofighter-Kampfjets auf dem Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern.

Frankreich

Der Flugzeugträger «Charles de Gaulle», die Fregatten «Jean-Bart», «Forbin», «Dupleix», «Aconit» und der Versorger «La Meuse». Ferner acht Kampfflugzeuge vom Typ Rafale und vier vom Typ Mirage.

Kanada

Fregatte «HMCS Charlottetown» und sechs F-18 Kampfbomber auf italienischen Luftwaffenstützpunkten.

Dänemark

Sechs F-16-Kampfflugzeuge, die am Sonntag auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Sigonella auf Sizilien eintreffen sollen.

Italien

Hat die Benutzung von sieben Luftwaffenstützpunkten im eigenen Land angeboten und hält vier Kampfflugzeuge vom Typ Tornado sowie den Flugzeugträger «Giuseppe Garibaldi» mit acht weiteren Flugzeugen bereit.

Spanien

Vier F-18-Kampfjets, eine Boeing 707 zur Luftbetankung und ein Flugzeug zur Luftraumüberwachung, ferner ein U-Boot und eine Fregatte. Die Luftwaffenstützpunkte Rota und Moron de la Frontera wurden zur Benutzung freigegeben.

Norwegen

Hat sechs F-16-Kampfflugzeuge angeboten, die aber erst in fünf bis sechs Tagen einsatzbereit sein können. Erwägt den Einsatz eines Seefernaufklärers vom Typ «Orion».

dapd/mrs

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