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Zwei Journalisten in Syrien erschossen

Die Journalisten Mohammed al-Musalma und Yves Debay waren beide mit Rebellen im Konfliktgebiet unterwegs, als sie unter tödlichen Beschuss gerieten.

Er berichtete als einer der wenigen Journalisten aus Aleppo: Dieses Archivfoto zeigt Yves Debay in Libyen.
Er berichtete als einer der wenigen Journalisten aus Aleppo: Dieses Archivfoto zeigt Yves Debay in Libyen.
Le Parisien, Keystone

Ein Reporter des arabischen Nachrichtensenders al-Jazeera ist in der syrischen Provinz Daraa erschossen worden. Der Sender, der seinen Sitz in dem Emirat Katar hat, teilte mit, Mohammed al-Musalma sei bei der Arbeit ums Leben gekommen.

Er war mit einem Trupp von Rebellen unterwegs gewesen, als ihn die wahrscheinlich von einem Regierungssoldaten abgefeuerten Kugeln trafen. Regimegegner veröffentlichten im Internet ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der Reporter unter Beschuss gerät.

Bereits am Donnerstag starb in Aleppo ein Reporter, der mit Rebellen unterwegs war. Der belgische Journalist Yves Debay starb in der umkämpften nordsyrischen Metropole Aleppo. Dies berichteten syrische Revolutionäre. Gemäss ihren Angaben traf eine Kugel der Regierungstruppen den 58-Jährigen, als er vor dem Zentralgefängnis der Stadt ein Gefecht zwischen den Rebellen und den Regierungstruppen verfolgte. Die Revolutionäre veröffentlichten ein Video, das seine Leiche zeigt.

Mutter Assads flüchtet

Um Präsident Assad wird es unterdessen immer einsamer. Nach seiner Schwester Buschra soll sich nun auch seine Mutter, Anisa Machluf, in das arabische Emirat Dubai abgesetzt haben. Das meldete die in Regierungskreisen gut vernetzte regimekritische Website «All4Syria».

Der Ehemann von Buschra, General Assef Schawkat, war im vergangenen Juni einem Anschlag zum Opfer gefallen. Dabei starben auch andere Regimegrössen. Oppositionelle sind der Meinung, dass Assad den Befehl für den Anschlag in Damaskus gegeben hatte, um Kritiker in den eigenen Reihen aus dem Weg zu räumen.

Aderlass in Assads Armee

Auch der Aderlass der syrischen Armee geht weiter. Rund 450 Soldaten sollen kürzlich in Damaskus desertiert sein. Das berichtete das Lokale Koordinierungskomitee für die Syrische Revolution, allerdings ohne den genauen Ort oder Zeitpunkt der Fahnenflucht zu benennen.

Gemäss den Angaben sollen die Soldaten in ihre Heimatprovinzen Al-Hassake, Deir al-Sur und Al-Rikka zurückgekehrt sein. Derweil zählten die Regimegegner am Freitag bis zum Nachmittag landesweit 58 Tote.

Kämpfe an türkischer Grenze

Im Nordosten Syriens lieferten sich kurdische Kämpfer weiterhin heftige Gefechte mit jihadistischen Aufständischen. Kämpfer der Al-Nusra-Front hätten am Donnerstag mit drei Panzern die türkische Grenze passiert, um in die strategisch bedeutende syrische Ortschaft Ras al-Ain zu fahren.

Dies sagte am Freitag ein syrischer Aufständischer in Beirut per Internet der Nachrichtenagentur AFP. Sie hätten «die Panzer nicht benutzt, um das Regime zu bekämpfen, sondern um Ras al-Ain zu bombardieren».

Jihadistische Aufständische kontrollieren den Grenzposten Ras al-Ain seit November und bewegen sich frei zwischen der Türkei und Syrien hin und her. Ein Bewohner von Ras al-Ain sagte AFP, die Kämpfe zwischen Jihadisten und kurdischen Kämpfern hätten sich am Donnerstag verschärft und bis in die späte Nacht gedauert.

SDA/kle

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